Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Anmerkungen zur Parapsychologie
#31
(06-08-2020, 00:53)Felix schrieb: Sämtliche Täuschungsmöglichkeiten, die Geobacter anführt, gibt es tatsächlich und sind immer mitzubedenken. Sie sind aber alle dem Wissenschaftler Lucadou seit Jahrzehnten bekannt, wie auch den Wissenschaftlern in aller Welt, die eine Riesenzahl unabhängiger, übereinstimmender Forschungsberichte vorzuweisen haben

das ist sehr schön, daß sie "alle dem Wissenschaftler Lucadou seit Jahrzehnten bekannt sind" - wer auch immer das sein mag oder in welcher wissenschaft er qualifiziert ist. aber was mich interessieren würde: in welchem anerkannten (dem peer review unterliegenden) fachmagazin wurde denn diese "Riesenzahl unabhängiger, übereinstimmender Forschungsberichte" publiziert?

Zitat:Weil Parapsychologie wegen zahlreicher Betrugsfälle (außerhalb wissenschaftlicher Institute) einen zweifelhaften Ruf erworben hat, ist in den letzten Jahren sogar Wikipedia auf eine fast ausschließlich negative Beurteilung umgeschwenkt, die früher einmal objektiv war

nun, es wär doch auch denkbar, daß die negative die objektive beurteilung ist, oder würdest du das a priori ausschließen? dann würde mich deine begründung dafür interessieren

Zitat:Die Parapsychologie ist zur Zeit keine aufstrebende Wissenschaft, sondern stagniert deutlich

das ist aber wirklich lieb gesagt!

es wird also seit jahrzehnten herum"geforscht", aber es ist kein valides ergebnis dabei herausgekommen

(10-06-2021, 23:34)Felix schrieb: Wie ich gerade lese, hat jemand gestern in einem anderen Thread geschrieben, Parapsychologie habe nichts mit Wissenschaft zu tun und könne ergo auch keine Forschung betreiben, die diesen Namen verdiene. Was für eine Unkenntnis!

welche ehre, von dir hier zitiert zu werden, auch wenn du peinlich vermeidest, meinen namen zu nennen

aber worin soll jetzt meine unkenntnis bestehen?

auch wikipedia weiß, daß parapsychologie nicht als wissenschaft anerkannt ist

Zitat:der gestrige Schreiber sollte sich aber einmal informieren, was für hochqualifizierte Leute darüber geforscht haben. Auch promovierte Physiker.

"der gestrige Schreiber" ist promovierter chemiker. dein argumentum ad verecundiam geht also ins leere

Zitat:In Freiburg (Brsg.), gründete Prof. Hans Bender (Spitzname "Geister-Bender") an der Uni den ersten und einzigen Parapsychologischen Lehrstuhl in Deutschland, der heute nicht mehr existiert und in zwei Instituten aufgegangen ist

und genau den hab ich damals ja auch noch aufmerksam verfolgt - bzw. sein scheitern

(11-06-2021, 09:56)Felix schrieb: Wenn eine Mehrheit in der wissenschaftlichen Welt die Parapsychologie für Schwindel hält, darf nicht vergessen werden, dass eine qualifizierte Minderheit eben gegenteiliger Meinung ist

inwiefern und wofür wäre diese minderheit qualifiziert?

Zitat:Darunter vor allem diejenigen Wissenschaftler, die nicht nur an privaten Instituten, sondern an Unis dazu forschen

dann nenne doch bitte namen

Zitat:Wer heute die Existenz parapsychologischer Phänomene, abseits aller Betrugsfälle, grundsätzlich für ausgeschlossen hält, ist nicht ungläubig, sondern unwissend zu nennen. Das international vorliegende Beweismaterial ist einfach erdrückend

dann nur immer her damit!

(11-06-2021, 17:30)Felix schrieb: Die Tatsache, dass in aller Welt sogar Universitäten jahrzehntelang dazu geforscht und publiziert haben, macht es doch recht zweifelhaft, dass alles nur Schwindel sein soll.

ist das denn so?

dann bring uns doch bitte die liste dieser universitäten, mit nennung ihrer einschlägigen institute. sowie die anerkannten wissenschaftsmagazine, in denen publiziert wurde

forschung ist immer gut - aber ist denn auch was dabei herausgekommen?

afaik nur, daß da eben nichts dran ist
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
Zitieren
#32
(07-08-2020, 15:54)Sinai schrieb: Man darf Astrologie nicht als Blödheit von Ungebildeten abtun; der japanische Generalstab plante den Angriffstermin auf Pearl Harbor astrologisch !

doch, darf man. muß man als natrwissenschaftlich orientierter mensch sogar

was den japanern ihre astrologische kriegsführung gebracht hat, ist ja bekannt

(07-08-2020, 15:54)Sinai schrieb: Und der Generalstab der Sowjetunion machte aufwendige Versuche zu Telepathie

"männer, die auf ziegen starren"...

(07-08-2020, 17:01)Sinai schrieb: Vielleicht nicht durch Wellen, sondern durch Strahlung ?

geniale idee!

erklärst du uns den unterschied?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
Zitieren
#33
(11-06-2021, 00:17)Geobacter schrieb: Was die Erforschung diese Psychologie angeht, könnte man das "Para" also auch ganz weglassen.

das bringt es wohl auf den punkt

"paranormale phänomene" wird es geben, solange die leute noch an geister glauben wollen
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
Zitieren
#34
(11-06-2021, 17:56)petronius schrieb: geniale idee!

erklärst du uns den unterschied?

Die Frage hat er jetzt auch schon zum x-ten Mal gestellt bekommen. Bei gewissen Dingen gibt's bei Sinai keinerlei Lerneffekt da der Denkapparat anscheinend nicht angestellt wird.


@Felix: Viele Forschungsprojekte scheitern. Jemand schreibt einen Forschungsantrag, weil bestimmte Evidenzen behauptet werden, an denen gerade auch Polizei und Militaer grosses Interesse haben, wegen der unzweifelhaften Vorteile, die eine solche Methode bieten wuerde. Also wird da Geld hineingesteckt, in der Hoffnung, auf der Gewinnerseite zu stehen. Ist so wie mit der Hoffnung auf ewiges Leben: das Angebot ist zu gut, um Nein zu sagen, noch dazu wo's fast umsonst zu haben ist.
Dann wird herumgeforscht, und es ist mal wieder ein Schuss in den Ofen. Das Projekt wird wieder eingestellt. Bis der naechste Verkaeufer an der Tuer anklingelt.
Zitieren
#35
(11-06-2021, 18:13)Ulan schrieb: @Felix: Viele Forschungsprojekte scheitern. Jemand schreibt einen Forschungsantrag, weil bestimmte Evidenzen behauptet werden, an denen gerade auch Polizei und Militaer grosses Interesse haben, wegen der unzweifelhaften Vorteile, die eine solche Methode bieten wuerde. Also wird da Geld hineingesteckt, in der Hoffnung, auf der Gewinnerseite zu stehen. Ist so wie mit der Hoffnung auf ewiges Leben: das Angebot ist zu gut, um Nein zu sagen, noch dazu wo's fast umsonst zu haben ist.
Dann wird herumgeforscht, und es ist mal wieder ein Schuss in den Ofen. Das Projekt wird wieder eingestellt. Bis der naechste Verkaeufer an der Tuer anklingelt.

sehr schön gesagt

wie bereits erwähnt, gibt es da für george clooney-fans einen interessanten film

gelobt sei bill django!
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
Zitieren
#36
@Petronius: Zu Dr.Dr. Walter von Lucadou schreibst du "wer auch immer das sein mag". Wenn du nicht wieder so flüchtig gelesen hättest, wüsstest du es. Das Internet gibt zusätzliche Auskunft.
Zitieren
#37
@Ulan: Was du schreibst, gibt es unbestreitbar alles auch.
Zitieren
#38
@Felix: Aber da ist doch der Knackpunkt. In die Richtung geforscht wird jetzt seit hunderten Jahren. Esoterik ist jetzt schon eine Multimillionen Dollar Industrie, aber was glaubst Du, wie die explodiert waere, wenn da tatsaechlich auch noch etwas dran waere?

Homoeopathie liegt ja ganz aehnlich. Da ist ein Markt, und das geht nicht weg. Hier in Oesterreich hatten wir eine Energetikerin mit Gewerbeschein als Bundesministerin. Solange da leichtes Geld zu machen ist - wo keine Wirkung ist, kann man ja nicht wegen Nebenwirkungen verklagt werden - geht das immer weiter.
Zitieren
#39
@Ulan: Homöopathie ist ein ausgezeichnetes Negativbeispiel. In Niedrigpotenzen sind Wirkungen nachweisbar. In manchen Hochpotenzen, die nicht einmal mehr Moleküle des Wirkstoffs
 enthalten, aber nicht.
Zitieren
#40
(11-06-2021, 18:24)Felix schrieb: @Petronius: Zu Dr.Dr. Walter von Lucadou schreibst du "wer auch immer das sein mag". Wenn du nicht wieder so flüchtig gelesen hättest, wüsstest du es. Das Internet gibt zusätzliche Auskunft.

mein lieber freund - ich habe nicht "wieder so flüchtig gelesen", sondern du hast den namen hier unvermittelt in den ring geworfen, ohne irgendwelche erklärung

und ich bin nicht dein internetdepp, der sich selber zusammensucht, was du zu faul bist auszuführen. so läuft das nicht!
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
Zitieren
#41
@Petronius:  Wie ich sehe, nehme ich es in puncto Höflichkeit gut mit dir auf.

Du irrst: Im Beitrag #19 habe ich Herrn Lucadou vorgestellt.
Zitieren
#42
(11-06-2021, 19:44)Felix schrieb: @Petronius:  Wie ich sehe, nehme ich es in puncto Höflichkeit gut mit dir auf.

Du irrst: Im Beitrag #19 habe ich Herrn Lucadou vorgestellt.

ich habe aber bereits auf beitrag 1 geantwortet, du alles-sicher-ganz-genau-leser

könnten wir dann bitte wieder zum thema kommen?

in welchen anerkannten wissenschaftsmagazinen mit peer review veröffentlichen denn deine parapsychologen nun, wo ist das "einfach erdrückende international vorliegende Beweismaterial"?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
Zitieren
#43
(11-06-2021, 19:25)Felix schrieb: Homöopathie ist ein ausgezeichnetes Negativbeispiel. In Niedrigpotenzen sind Wirkungen nachweisbar. In manchen Hochpotenzen, die nicht einmal mehr Moleküle des Wirkstoffs
enthalten, aber nicht.

Unser Körper ist ein ziemlich effizienter Bioreaktor in Sachen "Eigenchemie". Da kommen durchaus sehr starke Opioide oder auch Aufputsch-Hormone zum Einsatz, die in ihrer Wirksamkeit mit jenen des Schlafmohns und der "Koka-Palme" vergleichbar - und in weiten Teilen,  auch von ihren chemischen Struktur her sehr ähnlich aufgebaut sind.

Placebo in seiner Symptom-lindernden Wirksamkeit, ist also für sich selbst keine Einbildung.... Wird aber von der Einbildung als Wahrnehmungsreaktion auf unsere Umwelt aktiviert. 

Weil diese, vom körpereigenen Chemielabor produzierten Drogen auch die Wahrnehmung verzerren und somit auch "dimmen", könnten sie auch für sehr viele sogenannter paranormale Erlebnisse zuständig / verantwortlich sein.. In Anbetracht dessen, dass die Welt die wir innerlich sehen, nur eine Rekonstruktion der äußeren durch unser Gehirns selbst ist, und welches unablässig dazu neigt, fehlende Informationen mal einfach durch irgendwelche selber generierten zu ergänzen... und also auch überall dort Geister oder mitunter auch gefährliche Säbelzahntieger sieht.. wo eigentlich gar keine sind.

Das alles kann man natürlich wissenschaftlich erforschen. Aber nicht um die Existenz von Geistern zu beweisen, sondern um die psychologischen (bei denen immer auch die Körper-eigene Chemie mitredet) -.....Hintergründe besser zu verstehen, die zu solchen parapsychologischen Erfahrungen führen.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
Zitieren
#44
Sagen wir so: Unter "Parapsychologie" gibt es folgende Phänomene
- Telepathie (aktiv, z. B. Hypnose)
- Gedankenlesen (passiv)
- Telekinese
- Hellsehen (Voraussehen)
- Nahtoderleben
- Leben nach dem Tod (Kommunikation mit Verstorbenen)
(und anderes, was über natürliche Erklärungen hinaus geht)

Fakt ist, dass man von anderen Menschen sehr wohl beeinflusst werden kann, so dass beispielsweise Hypnose funktioniert. Die Sache hört aber sofort auf, wenn ein Doppelblindversuch durchgeführt wird und dabei weit entfernte Labore genutzt werden ohne die üblichen Medien. Alle derartien Versuche blieben im Zufälligen hängen.

Als Physiker pflege in "Größenordnungen" zu denken. D. h. Wenn Kräfte oder Felder um eine oder mehrere Zehnerpotenzen kleiner sind, als für einen Effekt erforderlich sind, dann kann der behauptete Effekt nicht auf diese Ursache zurück geführt werden.

Telekinese funktioniert deshalb nicht, egal was behauptet wird. Denn die Kräfte, die unsere Nervenbahnen in einigen Metern Abstand induzieren können, sind um mehrere Größenordnungen kleiner, als z. B. die Gravitation oder irgendwelch mechanischen Erschütterungen (die Rede war von Straßenbahnen, Schiffen, Lkw).

Hellsehen: Auch hier gilt das v. g. Argument. Eine direkte Beeinflussung durch Störwellen irgendwelcher ferner Ereignisse reichen nicht, in unseren Nervenbahnen Impulse zu induzieren. Die Natur hätte sich die Schaffung von Sinnesorganen gespart, wenn es anders wäre. Sehr starke, sehr nahe Magnetfelder sind hier ausgenommen. Aber deren Effekte haben nichts mit Hellsehen zu tun.

Nahtoderleben: Niemand wirklich Verstorbener hat je etwas berichtet. Wer überlebt, erzählt subjektive Geschichten, die das unterversorgte Gehirn produziert.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Zitieren
#45
(11-06-2021, 19:25)Felix schrieb: @Ulan: Homöopathie ist ein ausgezeichnetes Negativbeispiel. In Niedrigpotenzen sind Wirkungen nachweisbar. In manchen Hochpotenzen, die nicht einmal mehr Moleküle des Wirkstoffs enthalten, aber nicht.

Dass es irgendwelche Studien gibt, die so etwas behaupten, ist richtig. Dass die Studien allesamt wegen ihres Designs kritisiert wurden und nicht aussagekraeftig sind, aber auch.

Bei der Parapsychologie sieht es ja aehnlich aus. Das groesste US-amerikanische Programm in diese Richtung war ja nicht nur aufgrund angeblicher sowjetischer "psychotronischer" Forschung gestartet worden (wobei sich hartnaeckig das Geruecht haelt, dass das eine bewusst von den Sowjets lancierte Ente war, um US-Militaermittel zu binden), sondern es gab auch eine Studie von 1972, ausgehend von der Stanford University, die "nachwies", dass es Telepathie wirklich gibt. Die Studie ist sogar im Journal "Nature" (in der "Letter"-Kategorie) veroeffentlicht; prestigetraechtiger geht's kaum noch. Die Autoren haben dann spaeter am Stargate-Programm der CIA weitergearbeitet. Und doch sind hinterher ein paar Australier gekommen und haben die Studie auseinandergenommen. Da gab's zwar alle moeglichen Prozeduren im experimentellen Design, die dazu gedacht waren, um Informationsfluss von den "sendenden" Beobachtern zu den Versuchspersonen, anders als durch Telepathie, zu verhindern, aber da wurde geschlampt. Zumindest haben die Australier spaeter gezeigt, dass ihre eigenen Versuchspersonen mit dem Material, das die originale Studie weitergegeben hatte, alle Orte richtig zuordnen konnten, ohne dass es in ihrem Fall irgendeinen "Sender" gab. Die Studie hatte also einen Fehler im experimentellen Design, Nature-Journal hin oder her. Simple Logik war genug, um das praesentierte Puzzle loesen.

Bei den angeblich positiven Studien zu Homoeopathie ist das auch der Fall, wie Metastudien offengelegt haben. Da wurde durchweg im Design geschludert.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste