Umfrage: Was hältst du von einer Mischehe
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Was haltet ihr von einer Mischehe?
#16
"Mischehen" sind selbstverständlich völlig legitim, egal ob diese nun von Personen unterschiedlicher Religionen, Kulturen, Hautfarben etc. ausgeübt wird. Wer sich liebt, soll heiraten dürfen.

Aber man muss schon auch sagen: Verschiedenen Herkunftskulturen und damit auch verschiedenene Religionen können ein deutliches Erschwernis bedeuten. Ganz einfach weil Lebensumstände, Sichtweisen auf die Welt und das Leben, Fragen in der Kindererziehung etc. eventuell unterschiedlich oder gar konträr zueinander stehen.

"Mischehen" funktionieren in pluralistischen aufgeklärten Gemeinschaften wohl am besten, weil Religion hier eben auch aufgeklärt wurde.
In fundamentalen Kreisen, egal ob bei Christen oder Muslimen, kann es durchaus gefährlich sein eine "Mischehe" einzugehen. Denn gerade solche Kreise gewähren Anderen allzu oft keine eigene Entscheidung und kein Glück jenseits der Norm. Man denke beispielsweise an Indien, in welchem noch mehr als 80% der Ehen religions- und kastenkonform sind. Aber auch hier nimmt derlei Traditionszwang langsam ab.

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#17
(13-11-2017, 22:30)Mustafa schrieb: Ich selbst bin als Muslim mit einer Frau aus katholischem Hause verheiratet, während meine Schwester als Muslima einen orthodoxen Christen geheiratet hat.
Alles problemlos und ohne jede Tragödie.

Wenn deine Frau, Schwester und Schwager ihren Glauben so sehen wie du den deinen, haben sich hier wohl eher 4 Atheisten vermählt. Und da sollte es ja auch keine Probleme geben Icon_cheesygrin

Aber in meiner Familie gibt es auch ein Beispiel: Schwester ist protestantisch und ihr Ehemann atheistisch. Allerding hat meine Schwester erst zum Glauben gefunden, als beide schon lange zusammen waren.

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#18
(14-11-2017, 20:18)Gundi schrieb: Aber man muss schon auch sagen: Verschiedenen Herkunftskulturen und damit auch verschiedenene Religionen können ein deutliches Erschwernis bedeuten. Ganz einfach weil Lebensumstände, Sichtweisen auf die Welt und das Leben, Fragen in der Kindererziehung etc. eventuell unterschiedlich oder gar konträr zueinander stehen.

Das ist es genau, was ich auch denke.. Und als Ehepaar ist man dann auch keine Isolierstation., die sich von allen Verwandten einfach so zurückziehen kann. Selbstverständlich sollten Menschen die sich lieben auch heiraten dürfen.
Immerhin wird heutzutage dann ja auch mehr als jede 3. Ehe wieder geschieden und große Hindernisse gibt es dabei kaum noch.

Vielleicht wäre es dann aber ja wirklich sinnvoll, sich gut zu überlegen, worauf man sich da einlässt, Man heiratet in der Regel nämlich nicht nur den Partner.. sondern auch gleich noch jede Menge wichtige Wichtel... wenn man Pech hat.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#19
(14-11-2017, 20:18)Gundi schrieb: Man denke beispielsweise an Indien, in welchem noch mehr als 80% der Ehen religions- und kastenkonform sind. Aber auch hier nimmt derlei Traditionszwang langsam ab.

Dazu ein Link, ist zwar schon etwas älter, beschreibt aber schon die Gegenwart: *http://www.deutschlandfunk.de/heiratsverbot-und-sklavenarbeit-in-indien.724.de.html?dram:article_id=237489
So etwas ist bei uns nicht vorstellbar.

(14-11-2017, 20:59)Geobacter schrieb: ... Man heiratet in der Regel nämlich nicht nur den Partner.. sondern auch gleich noch jede Menge wichtige Wichtel... wenn man Pech hat.
Das kann dir so oder so passieren, denn auch bei uns heiratet man oft in eine Familie ein. So habe ich fünf Schwägerinnen und vier Schwager, wir verstehen uns jedoch sehr gut miteinander.
Viele Grüße
Rudi
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#20
(14-11-2017, 21:20)Rudi schrieb:
(14-11-2017, 20:59)Geobacter schrieb: ... Man heiratet in der Regel nämlich nicht nur den Partner.. sondern auch gleich noch jede Menge wichtige Wichtel... wenn man Pech hat.
Das kann dir so oder so passieren, denn auch bei uns heiratet man oft in eine Familie ein. So habe ich fünf Schwägerinnen und vier Schwager, wir verstehen uns jedoch sehr gut miteinander.

Passieren kann einem alles, aber ich hab ja eigentlich davon geredet und das auch noch im Zusammenhang mit dem Thema hier, dass man es sich eben auch gut überlegen kann, damit einem nicht passiert, was einen später bitter "reuhen" könnte.

Das kommt nämlich viel häufiger vor.. und vor allem Frauen und Kinder sind dann die Leidtragenden. Manche Frauen haben sogar weltberühmte Bücher über ihre Erfahrungen mit dem Ex-Ehepartner aus einer ganz anderen Kulturgesellschaft geschrieben...

In vielen solchen, uns manchmal schwer verständlichen Kulturen, werden die zukünftigen Ehepartner von den Eltern der Brautleute ausgesucht.. und das funktioniert sogar besser als man es nach unseren westlichen Idealvorstellungen von guten Ehevoraussetzungen meinen könnte. Verliebtheit, auch wenn sie noch so schön ist, ist für eine lebenslange Ehe nur in ganz seltenen Fällen die allerbeste Voraussetzung. Mehr als jede dritte Ehe wird bei uns im Westen schon nach wenigen Jahren des Zusammenlebens geschieden.. Das heißt, dass von hundert Liebes-Ehen, 40-50 schon nach kurzer Zeit scheitern...

Zerbrochene Ehen mit Partner aus anderen Kulturkreisen ... in denen der Mann der Herr über das Weib ist.. können von da ab, für die betroffenen Frauen die Hölle auf Erden bedeuten.. gerade und vor allem, wenn Kinder da sind.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#21
(14-11-2017, 22:50)Geobacter schrieb: Mehr als jede dritte Ehe wird bei uns im Westen schon nach wenigen Jahren des Zusammenlebens geschieden.. Das heißt, dass von hundert Liebes-Ehen, 40-50 schon nach kurzer Zeit scheitern...
Dazu kommen noch ca. 2,8 Mio. Paare ohne Trauschein, bei denen wird die Trennungsrate ebenso hoch sein.
Die vielen armen Kinder.
Viele Grüße
Rudi
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#22
(15-11-2017, 14:37)Rudi schrieb:
(14-11-2017, 22:50)Geobacter schrieb: Mehr als jede dritte Ehe wird bei uns im Westen schon nach wenigen Jahren des Zusammenlebens geschieden.. Das heißt, dass von hundert Liebes-Ehen, 40-50 schon nach kurzer Zeit scheitern...
Dazu kommen noch ca. 2,8 Mio. Paare ohne Trauschein, bei denen wird die Trennungsrate ebenso hoch sein.
Die vielen armen Kinder.

Nur ist es auch gerade diesen Kindern noch nie so gut gegangen wie in unserer Zeit... mit all ihren lichten und schattigen Seiten.
Und da es ja in diesem Thema darum geht, was wir alle von "Mischehen" halten und welche Gründe dafür oder dagegen sprechen, wollen wir einfach mal beim Thema bleiben. Dass in früheren Zeiten auch die verheiratetsten und allerchtristlichsten Dienstherren oft ihre "Kammerzofe" geschwängert haben und sogenannte "ledigen Kinder" die es damals noch in Massen gab, einfach in der Welt herum gestoßen wurden.. wissen wir ja.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#23
(14-11-2017, 22:50)Geobacter schrieb: In vielen solchen, uns manchmal schwer verständlichen Kulturen, werden die zukünftigen Ehepartner von den Eltern der Brautleute ausgesucht.. und das funktioniert sogar besser als man es nach unseren westlichen Idealvorstellungen von guten Ehevoraussetzungen meinen könnte.
Gibt es darüber irgendwelche verlässliche Zahlen oder sagt man das 'nur so'?
Über Indien habe ich etwas gefunden: 13 von 1000 Ehen werden hier geschieden. Im Vergleich: In Deutschland sind es 35 Prozent, also 26 Mal so viele.
(14-11-2017, 20:21)Gundi schrieb: Aber in meiner Familie gibt es auch ein Beispiel: Schwester ist protestantisch und ihr Ehemann atheistisch. Allerding hat meine Schwester erst zum Glauben gefunden, als beide schon lange zusammen waren.

Und? Ist da alles Friede Freude Eierkuchen oder gibts auch manchmal Zoff unterm Weihnachtsbaum? Oder du weißt nicht.
Viele Grüße
Rudi
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#24
(15-11-2017, 16:45)Rudi schrieb:
(14-11-2017, 22:50)Geobacter schrieb: In vielen solchen, uns manchmal schwer verständlichen Kulturen, werden die zukünftigen Ehepartner von den Eltern der Brautleute ausgesucht.. und das funktioniert sogar besser als man es nach unseren westlichen Idealvorstellungen von guten Ehevoraussetzungen meinen könnte.
Gibt es darüber irgendwelche verlässliche Zahlen oder sagt man das 'nur so'?
Zahlen  drücken hier immer nur den statistischen Mittelwert aus. Ob du sagst: über 35% von Tausend, oder ob ich sage: mehr als jede 3. Ehe wird wieder geschieden, ist genau das Selbe.
Und bezüglich deiner Frage an Gundi, ob es bei einer Mischehe aus evangelisch gläubiger Gattin und einem Atheisten unterm Weihnachtsbaum immer zu Zoff kommt.. ist diese Frage ebenso sinnfrei wie die vorhergehende.
Zwischen Eheleuten kann es immer und zu jeder Gelegenheit mal Zoff geben und andersherum, haben in diesem Verawandtschftsfall von Gudi auch beide noch zufällig den selben Kulturhintergrund.. Dass Atheisten bei uns hier in Europa im allgemeinen nicht Weihnachten feiern würden, ist nachweislich nur eine Legende.. Sogar durchschnittsgläubige Christen denken bei "Weihnachten" zu aller erst an die damit verbundenen Bräuche und Traditionen aus Kindheitstagen, als denn an die Geburt Christi, die ehemals ohnehin nur willkürlich auf einen viel älteres Sonnwendfest aufgesetzt wurde.
Wenn man von Problemen in Mischehen redet, dann geht es dabei nicht nur um Rivalitäten in Glaubensfragen.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#25
Beiträge zum Familienrecht der Baha'i abgetrennt. Diese Fragen bitte HIER (klick!) diskutieren.
MfG B.
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#26
Ich kann mir eine Mischehe nicht vorstellen, würde aber nicht "niemals" sagen.

Der Glaube spielt eine große Rolle in meinem Leben und viele meiner Werte basieren darauf.
Da gibt es auch recht wenig Freiraum für Kompromisse.

Gemeinsame Vorstellungen vom Leben, gemeinsame Ziele und Harmonie sind mir sehr wichtig, das ist wohl am ehesten im gleichen Glauben zu finden.

In der Verliebtheit mag das noch nicht das Thema sein, aber allerspätestens wenn es um die Erziehung von Kindern geht, dürften sich die Vorstellungen stark unterscheiden.
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#27
(16-11-2017, 13:03)Bastian schrieb: Ich kann mir eine Mischehe nicht vorstellen, würde aber nicht "niemals" sagen.
...
Gemeinsame Vorstellungen vom Leben, gemeinsame Ziele und Harmonie sind mir sehr wichtig, das ist wohl am ehesten im gleichen Glauben zu finden.
Das klingt schwer nach einem Kasten den du dir da machst, oder machen lässt.

(16-11-2017, 13:03)Bastian schrieb: Der Glaube spielt eine große Rolle in meinem Leben und viele meiner Werte basieren darauf.
Da gibt es auch recht wenig Freiraum für Kompromisse.
Was alles verbietest du dir? Darfst du in eine Disco gehen oder nicht? Sex vor der Ehe oder nicht? Wenn dir eine Frau gefällt fragst du sie zuerst nach ihrem Glauben?
Oder gehst du in deiner Freizeit nur zu christlichen Veranstaltungen und zu solchen Örtlichkeiten?
Viele Grüße
Rudi
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#28
Hallo Rudi!

Nein, ich verbiete mir nichts. Im Gegenteil, ich fühle mich so frei wie noch nie in meinem Leben, weil da jemand ist, der mich kennt und liebt, mich zu sich genommen hat obwohl ich seinen Namen verschmäht habe und nicht auf mich achtete und dieser jemand ist Jesus Christus alleine.

Weißt du... Mein Problem war immer Gott. "Das Göttliche" war für mich immer nicht begreiflich, etwas abstraktes. So unvorstellbar und unnahbar. Dafür ist Jesus in die Welt gekommen und durch ihn der heilige Geist. Er ist mein Weg und damit der Weg zu Gott. Das ist meine Überzeugung und Jesus wirkt in meinem Leben.

Ich trinke Alkohol, habe Geschlechtsverkehr vor der Ehe, gehe in Diskotheken (wenn ich mal Lust drauf habe), respektiere Homosexualität und pflege einen bunt gemischten Freudeskreis, egal welchen Glaubens.

Grüße zurück,
Bastian
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#29
(16-11-2017, 19:10)Bastian schrieb: Ich trinke Alkohol, habe Geschlechtsverkehr vor der Ehe, gehe in Diskotheken (wenn ich mal Lust drauf habe),
respektiere Homosexualität und pflege einen bunt gemischten Freudeskreis, egal welchen Glaubens.
Hallo Bastian,
Wenn das so stimmt dann bist du aber kein Hardcore-Christ, Glückwunsch!

(16-11-2017, 13:39)Bastian schrieb: Eines wundervollen Tages...
Wie lange ist dieser wundervolle Tag jetzt her?

(16-11-2017, 19:10)Bastian schrieb: "Das Göttliche" war für mich immer nicht begreiflich, etwas abstraktes. So unvorstellbar und unnahbar. Dafür ist Jesus in die Welt gekommen
und durch ihn der heilige Geist. Er ist mein Weg und damit der Weg zu Gott. Das ist meine Überzeugung und Jesus wirkt in meinem Leben.
Ich denke, dass alle diese religiösen Gefühle und die daraus entstehenden Erklärungen(?) nur die eigene Chemiefabrik herstellt, und dass nichts davon
"von Oben" kommt. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig enttäuscht war als ich dies eingesehen habe, es lässt sich nun mal nicht ändern.
Dabei glaube ich auch an Gott, Der einerseits sehr weit weg ist und andererseits näher als der eigene Herzschlag.

Wie hältst du es mit der Bibel? Glaubst du, dass sie eine Sammlung von Offenbarungen ist, oder "inspiriert"?
Viele Grüße
Rudi
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#30
Ich glaube wir sollten eine Trennung vornehmen an dieser Stelle.
Es steht klar geschrieben, dass ein Christ nicht über den Glauben eines anderen Christen zu urteilen hat.
Christ ist jeder, der das Geschenk der Erlösung, Jesus Christus annimmt und an ihn glaubt.
Wer also vermag es die Wahrheit gepachtet zu haben? Die Kirche? Welche?

Ich für mich verstehe im Christentum etwas anderes als das, was in den allermeisten Gemeinden gelebt wird. Das macht einen Kirchengänger weder zum richtigeren noch zum
falscheren Christen, weil eben der Messias im Vordergrund steht.
Zum Glück ist das auch heutzutage die Grundlage von sehr viel Dialog und Ökumene innerhalb der Christenheit.

In meiner Selbstansicht bin ich ein absoluter "Hardcore-Christ" (auch wenn ich diesen Begriff nicht mag), weil ich mein komplettes Leben nach den Worten des Herrn ausrichte und dafür sterben würde.

Der Tag der geistigen Neugeburt liegt nun schon eine Weile hinter mir.

Tja, was ist die Bibel für mich? Vieles im Alten Testament ist wie ein Geschichtsbuch zu sehen, es erklärt, warum Dinge so sind wie sie sind und wo der Ursprung lag. Das Neue Testament enthält die zentrale Figur Jesus, erzählt aus verschiedenen Perspektiven und nicht identisch. Zudem enthält das neue Testament auch einigen Anteil "Geschichte" durch welche die ersten Missionen und Gemeinden erläutert werden.
Ob die Bibel nun Gottes Wort oder "bloß" inspiriert ist, spielt für mich eigentlich keine große Rolle, weshalb ich deine Frage nicht beantworten kann.
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