26-03-2012, 20:01
(26-03-2012, 16:36)Ekkard schrieb: Sagen wir so: Wundergeschichten sind nicht nachvollziehbar. Meistens verschlüsseln sie eine ganz andere als die vordergründige Heilungs- oder Austreibungsgeschichte
ich sehe "Wundergeschichten" als stilmittel, um der botschaft nachdrücklich wirkung zu verleihen. daß die botschaft dadurch auch zu einem gewissen maß verschlüsselt wird, erhöht noch den reiz. nichts ist so interessant wie andeutungsvolles raunen, welches der eigenen vorstellungskraft raum läßt zur interpretation
(26-03-2012, 16:36)Ekkard schrieb: Im Gegensatz zu d.n. und Petronius bin ich davon überzeugt, dass Paulus seinem Sendungsbewusstsein gefolgt ist - im Übrigen wie auch Hubbard, Hitler und andere
einem "Sendungsbewusstsein" in diesem sinn würde ich nicht widersprechen wollen
(26-03-2012, 16:36)Ekkard schrieb: Zugleich war Paulus ein erfolgreicher Organisator. Sicher steckt hinter der Gründung einer Gemeinde auch ein Geschäftsmodell
so meine ich das. würde aber eher sagen "organisatorische projektstruktur", um nicht eine zwangsläufige konnotation mit finanziellem interesse zu provozieren, welches paulus nachzuweisen ich keinen anlaß sehe
(26-03-2012, 16:36)Ekkard schrieb: Aber das ist je kein Argument gegen den (christlichen) Glauben
nein, natürlich nicht. ob und wie organisierter glaube (auch im nichtreligiösen sinn) sich positiv oder negativ auswirkt, hängt vom einzelnen gläubigen ab - und welchen führern er wie kritiklos zu folgen bereit ist. es schadet nur nichts, sich der historischen genese der vorgefundenen strukturen auf faktenbasis bewußt zu sein
(26-03-2012, 16:36)Ekkard schrieb: Hier und heute stellt Glaube ein Gegengewicht zum Zeitgeist dar, der Ungerechtigkeit und wirtschaftliche Gigantomanie fördert
das ist sicher eine von vielen möglichkeiten, was glaube für den einzelnen oder (als organisierte bis dogmatische vorgabe) die gesellschaft darstellt - leider sind nicht alle anderen auch so ehrenwert
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

