(02-09-2012, 09:40)Univers schrieb: ... möchte ich gar nicht eine Diskussion aufkommen lassen, die die alten Argumente wiederholt. Stattdessen soll dieser Thread danach fragen, ob unsere Argumentationen als solche die falschen sind und wie wir weiterkommen könnten.Zwei wurden nun schon genannt:
- Die historisch-kritische Interpretation und
- die rechtliche Seite
Teilhabe des Menschen am Gestaltungsprozess.
Richtig ist die Feststellung, dass der Glaube an Gott eine "Seelenhypothese" ist, dazu da, unsere Stellung in der Welt zu festigen und uns an unsere Verantwortlichkeit und unseren Ordnungssinn zu erinnern.
Natürlich liegt zwangsläufig Vieles außerhalb dieser Hypothese. Dazu gehören eben auch Feststellungen über das Dasein im Jenseits oder Gott, z. B. Gott sei barbarisch.
Ein solcher Schluss sachlich falsch, gleichgültig, was die eigenen Überzeugungen suggerieren. Man kann's auch konzilianter formulieren: Gottesbilder und -vorstellungen bilden immer nur Teilaspekte des menschlichen Daseins oder menschlicher Sehnsüchte ab (z. B. nach mitmenschlicher Verlässlichkeit, rechtlicher Ordnung). Darüber hinaus darf man sie nicht "strapazieren".
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

