04-09-2012, 20:48
(04-09-2012, 19:01)Richard Bastian schrieb: Du hättest es auch getan, wenn Du am Tisch gesessen hättest, dann hättest Du auch diesen Glauben gehabt, anders als Deiner jetzt, schau mal, in unserer Zeit, da bindet sich ein 20jähriger eine Bombe um den Bauch und jagt sich für seinen Irrglauben in die Luft, das, was dort am Tisch los war, falls es dieses Abendmahl überhaupt gegeben hat, verhält sich wie ein Weltmeisterschaftsendspiel gegenüber einer Samstagsnachmittags-Kickerei der alten Herren, doch, Du hättest.
Womit soll ich das Abendmahl mit dem angeblichen Preisausschreiben jetzt vergleichen? Mit einem Fußballspiel oder mit Selbstmordattentätern? Selbstmordattentäter werden darauf trainiert, sich auf Wunsch ihres Chefs in die Luft zu sprengen und dabei möglichst viele andere Personen umzubringen. Der Vergleich hinkt ein bisschen. Es ist jedenfalls kein Mordaufruf des Jesus von Nazareth bekannt.
(04-09-2012, 19:01)Richard Bastian schrieb: diese Geschichte war ja noch nicht fertig die ich erzählt habe, denn
sie wurden danach alle umgebracht, an Händen und Beinen mit Stricken an Pferde gebunden hat man einige zerreissen lassen, andere hat man zersägt,
jaja, die Römer, die hattens eben drauf...
Dieses Phänomen, also sich nur für seinen Glauben grausam umbringen zu lassen, kann ich auch nicht nachvollziehen und kommt mir irgendwie krankhaft vor. Allerdings starben diese Christen damals nur selbst und ermordeten (noch) keine Andersgläubigen. Außerdem war das erst NACH Jesu Tod. Oder meinst du (weil du ja nicht an seinen Tod am Kreuz glaubst), er hätte, wie Osama bin Ladin von hinten die Fäden gezogen und seine Anhänger für seine Sache in die Arena geschickt?
(04-09-2012, 19:01)Richard Bastian schrieb:(04-09-2012, 18:05)Lelinda schrieb: Aber selbst wenn, wäre das sicher irgendjemandem aufgefallen. Er war doch bekannt wie ein bunter Hund!Dazu gibt es auch eine gute Überlieferung, einer von ihnen, derjeneige eben, wurde ihm zum Verwechseln ähnlich, auch diese Überlieferung ist mindestens so glaubhaft wie die Evangelien, und das ist das Problem, das eine haben die Römer gesagt, das andere die anderen, wem soll man nun glauben?
Bion (glaube ich) erwähnte das in einem Thread. Das war das Barnabas-Evangelium (?) und dieser Jemand soll Judas gewesen sein, der übrigens die ganze Zeit versuchte klarzustellen, dass es eine Verwechslung war.
Hältst du diese Geschichte wirklich für glaubhafter, als dass Jesus eben das Pech hatte, als Aufrührer hingerichtet zu werden?
(04-09-2012, 19:01)Richard Bastian schrieb: Selbst nachdenken wenn man nicht an diese Sündenvergebungsgeschichte glaubt? Und den Asterix gelesen hat?
Was hat denn Asterix damit zu tun? Und warum glaubst du, User, die an Jesu Kreuzigung glauben, nicht aber an die Sündenvergebungsgeschichte, könnten nicht selbst nachdenken? Weil ich selbst nachdenken kann, glaube ich das mit dem Tod zur Vergebung der Sünden nicht (zumindest nicht, dass Gott es so geplant hatte; Jesus selbst könnte natürlich diesem Irrtum unterlegen sein), wohl aber an Jesu (eigene) Kreuzigung.
(04-09-2012, 19:01)Richard Bastian schrieb: Danach haben sie dann alle umgebracht die ihn kannten, gesehen oder von ihm gehört hatten, jeden den sie fanden, es sollen etwa 25 - 30.000 gewesen sein, auch das ist wieder mindestens genau so glaubwürdig wie der Rest, und die Geschichte wäre ganz anders, nun ja, ich kann nichts dafür, ich erzähls doch nur.
Direkt danach? 25.000? Und das ist nirgendwo vermerkt worden, trotz der großen Zahl der Opfer? Oder meinst du die Christenverfolgungen, die wohl erst richtig einsetzten, als alle, die Jesus persönlich kannten, schon von Alters wegen tot waren?
(04-09-2012, 18:05)Lelinda schrieb: Der Missionsaufruf ist Nebensache es geht um die beiden anderen Verse. Der da ist der schlimmste:
19 ""Und der HERR, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzt zur rechten Hand Gottes.""
Das ist natürlich Mythos. Und spricht trotzdem nicht gegen die Kreuzigung. Ich halte es jedoch für wahrscheinlich, dass Jesus am Kreuz ohnmächtig wurde, überlebte und den Jüngern tatsächlich erschien – als Lebender und möglichweise in dem (seinem eigenen und der Jünger) Glauben, dass er tot gewesen und dann auferstanden wäre. Kurz darauf wird er dann wirklich gestorben sein, zum Beispiel an einer Wundinfektion, und seine Jünger erklärten sich sein Ausbleiben dann mit einer Himmelfahrt.

