05-02-2014, 23:03
(05-02-2014, 22:36)joachim stumpf schrieb: Ich habe den Traum, das alle anständigen Christen sich zu einem Bündnis zusammen tun und damit die dominanter werdende weltliche Welt entgegen treten.Diese weltliche Welt ist ja nicht per se ein Un-Wert. Ebenso wenig wie das Christentum per se eine Bereicherung darstellt. So sehe ich das jedenfalls.
Zitat:Am Ende der westlichen Zivilisation, die ich kommen sehe innerhalb der nächsten zwanzig Jahre, sehe ich die dringende Notwendigkeit nach einem eventuellen Zusammenbruch der Staaten und ihrer Ordnungen, eine wenigstens vorrübergehende Kraft, diese Konföderation, zu installieren um ein vollkommenes Abgleiten in Chaos und Anarchie und Dekadenz entgegen zu treten.
Das heißt also: Ein geeintes Christentum soll als politische Größe die bisherigen Ordnungen ersetzen, wenn die zerbrechen. Da bin ich skeptisch. Z.B. hast Du in einem anderen Thread gerade gefragt, warum
Zitat:Religionen und unzählige ihrer Anhänger ein ernstes Problem mit homosexuellen Mitmenschenhaben. Mit solchen Problemen wäre ja im Fall einer allgemeinen Einheitskirche nicht einfach mal eben Schluß. Ich glaube kaum, daß mit einer solchen Einheit schlagartig Friede, Freude, Eierkuchen einkehren würden.
Die besten Systeme und Lösungen entstehen m.E. nicht aus Monokulturen, sondern aus einem konstruktiven Wettbewerb heraus. Es dürfte vollauf genügen, wenn man sich allgemein angewöhnte, Leute mit anderen weltanschaulichen oder religiösen Ansichten zu respektieren und stets damit zu rechnen, daß man von ihnen lernen kann.
Falls es Dich tröstet: Genesis 11,1-9 stellt sozusagen kulturelle Artenvielfalt als ein Mittel gegen menschliche Hybris dar und als Chance, sich zu Gott ins rechte Verhältnis zu setzen. Eigentlich gar nicht schlecht, oder?
