01-03-2014, 05:38
Vielleicht noch ein paar knappe Worte, bevor ich mich ins Land der Träume begebe...
(28-02-2014, 02:28)Ulan schrieb: 1. Theismus, als ein Weg Gott zu beschreiben, ist tot. Deshalb ist das meiste theologische Reden ueber Gott heutzutage bedeutungslos. Es muss eine neuer Weg gefunden werden, ueber Gott zu reden.Sinnvoll über Gott reden lässt sich nur im Rahmen von Naturphilosophie. Die funktionale Rolle Gottes hat sich im Kern schon immer darauf beschränkt, Schöpfer der Welt zu sein. Hier finden sich auch Schnittmengen zwischen Religion und Philosophie. Das Christentum sprach vom "Schöpfer der Welt", Platon vom "Demiurgen", Aristoteles vom "unbewegten Beweger", andere nannten es "Ursprung allen Seins". Wie man sich genau dieses "Gott"-Ding dann vorstellt - etwa als eine Art omnipotentes Fabelwesen oder eine Art "Urkraft" - ist ein anderes Paar Schuh'.
(28-02-2014, 02:28)Ulan schrieb: 2. Da Gott nicht laenger in theistischen Begriffen erfasst werden kann, wird es in der Folge auch unsinnig, Jesus als Inkarnation einer theistischen Gottheit zu begreifen. Das heisst also, dass auch die ueberkommene Christologie bankrott ist.Wer ist Jesus?
(28-02-2014, 02:28)Ulan schrieb: 3. Die biblische Geschichte von der perfekten und fertigen Kreation aus der die Menschen in Suende fielen ist prae-darwinische Mythologie und post-darwinischer Unsinn.Stimme zu.
(28-02-2014, 02:28)Ulan schrieb: 4. Die jungfraeuliche Geburt, im biologischen Sinne gesehen, macht Christus' Goettlichkeit, wie sie traditionell verstanden wird, unmoeglich.Eine ziemlich irrelevante Anekdote... Wen interessiert es, ob Maria tatsächlich Jungfrau war oder nicht vielleicht heimlich im Schlaf vergewaltigt wurde, ohne dass es je jemand herausfand...?
(28-02-2014, 02:28)Ulan schrieb: 11. Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode muss fuer immer von der Mentalitaet einer Verhaltenskontrolle durch Belohnung und Bestrafung abgetrennt werden. Die Kirche muss es deshalb aufgeben, sich auf Schuld als Verhaltensmotivation zu verlassen.Leider wird auch in den fernöstlichen Religionen die Vorstellung von Wiedergeburt vom Motiv "Belohnung und Bestrafung" geprägt - Stichwort 'Karma'.
(28-02-2014, 02:28)Ulan schrieb: 12. Alle Menschen tragen in sich ein Abbild Gottes und muessen als die Person respektiert werden, die sie sind. Deshalb kann keine Beschreibung der Aeusserlichkeiten eines Menschen, ob sie nun auf Rasse, Volkszugehoerigkeit, Geschlecht oder sexueller Orientierung beruht, als gerechtfertigte Basis von Ablehnung oder Diskriminierung gelten.In jedem Lebewesen manifestiert sich ein Teil Gottes, wodurch Gott die Möglichkeit erhält, seine eigene Schöpfung aus verschiedenen Perspektiven zu erleben und weiter zu gestalten. (vage Hypothese meinerseits)

