28-07-2014, 00:00
Zitat:weil es nicht sein kann, dass Gewalttäter in einem Himmelreich weiter ihr Unwesen treiben.Das Einzige, was mir dazu einfällt: Man soll mythische Vorstellungen und Geschichten allein auf den (antiken) Erziehungsgedanken anwenden. Es handelt sich um die Forderung, möglichst keine Gewalt anzuwenden. Schlimm genug, dass es eben nicht immer ohne abgeht!
(27-07-2014, 00:51)Lelinda schrieb: Ein allmächtiger, guter Gott müsste doch in der Lage sein, diese Gewalttäter psychisch umzukrempeln, so dass sie genauso wie andere Leute am Reich Gottes teilnehmen könnten, ohne noch für jemanden eine Gefahr darzustellen. So viel psychologisches Geschick sollte man ihm doch wohl zutrauen!Richtig; so muss es folgerichtig auch sein. Die Schrift belegt das an einigen Stellen z. B. dein Zitat.
(27-07-2014, 00:51)Lelinda schrieb: Davon abgesehen kann auch der bösartigste Gewalttäter mit den Greueltaten der Apokalypse-Diener mithalten.Natürlich! Die Apokalypse ist quasi ein Racheschwur gegen die heidnische Besatzungsmacht - eine Hasspredigt, diktiert von "bösen Gedanken".
(27-07-2014, 00:51)Lelinda schrieb: Was würde es also den "Friedfertigen" nützen, wenn sie menschlichen Gewalttätern im Paradies nicht mehr begegnen müssen, dort aber mit den Mördern der Apokalypse zusammensein müssen - in dem Wissen, dass diese auf den Befehl Gottes gehandelt haben?Ich denke, das ist eine vollkommen vermenschtlichte, viel zu primitive Sichtweise auf einen Zustand, den man spekulativ als "aufgelöst-Sein" bezeichnen könnte.
Entweder ist das Bild vom Himmelreich diesseitig gemeint, dann werden wir uns eher im Zustand eines Arrangements von Gut und Böse wiederfinen (vielleicht!) - also 'business as usual'.
Oder das Bild ist jenseitig gemeint. Dann aber ist es viel zu primitiv, um mehr auszudrücken als: "Auch feindliche Regime werden stürzen!" (..., was fast allen menschlichen Regimen passiert ist.)
Hinzu kommt, dass wir bestenfalls einer politischen Krise entgegen steuern, aber nicht am Ende der Zeit angekommen sind, wie die Offenbarung unterstellt (und wie Jesus das selbst geglaubt hat). Mag sein, dass uns ein Asteroid aufs Haupt fällt, mag sein, dass wir auf eine größere politische Krise zusteuern; weder Erde noch Kosmos werden davon nennenswert beeinflusst und schon gar nicht final.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

