06-04-2016, 17:45
Zunächst gab es nur ein Edikt (Cunctos populos, 29.2.380), das an die christlichen Bürger des Reichs gerichtet gewesen war. Mit diesem wurden alle von der nizänische Trinitätslehre abweichenden christlichen Häresien verboten. Es diente vornehmlich dazu, die nizänische Orthodoxie auch im Osten durchzusetzen. Die Meinung, dass mit diesem Edikt das Christentum als Staatskirche eingerichtet worden sei, ist zwar weitverbreitet, beschreibt aber den Sachverhalt nicht richtig bzw. unvollständig.
Der Prozess, der das Heidentum nach und nach zurückdrängte und schließlich eliminierte, hatte mit 380 begonnen und war 392/393 abgeschlossen.
381 wurde die Konversion vom Christentum zum Heidentum verboten. 382 wurden den Kulten und Priesterschaften in Rom alle staatlichen Förderungen entzogen. Die heidnischen Tempel durften zunächst offen bleiben, Opferdienste mussten allerdings unterbleiben. 386 erhielt der Präfekt des Ostens, Cynegius, Vollmacht, heidnische Tempel zu schließen. 389/390 wurde das Serapaion in Alexandria zerstört, die dortige Bibliothek verbrannt. 391 wurde das ausdrückliche Verbot, heidnische Tempel zu besuchen und an heidnischen Kulten teilzunehmen, erlassen. Zugleich wurden die Behörden angehalten, Verstöße gegen dieses Verbot streng zu ahnden. 392 wurde das Verbot aller Formen heidnischer Kulte auch auf deren Ausübung in Privathäusern ausgedehnt. Der Kaiser war um die Durchführung seiner Anordnungen sehr bemüht. In Folge dessen endeten 393 auch berühmte heidnische Kulteinrichtungen wie das Orakel von Delphi, die Olympischen Spiele und der Vesta-Kult in Rom.
Der Prozess, der das Heidentum nach und nach zurückdrängte und schließlich eliminierte, hatte mit 380 begonnen und war 392/393 abgeschlossen.
381 wurde die Konversion vom Christentum zum Heidentum verboten. 382 wurden den Kulten und Priesterschaften in Rom alle staatlichen Förderungen entzogen. Die heidnischen Tempel durften zunächst offen bleiben, Opferdienste mussten allerdings unterbleiben. 386 erhielt der Präfekt des Ostens, Cynegius, Vollmacht, heidnische Tempel zu schließen. 389/390 wurde das Serapaion in Alexandria zerstört, die dortige Bibliothek verbrannt. 391 wurde das ausdrückliche Verbot, heidnische Tempel zu besuchen und an heidnischen Kulten teilzunehmen, erlassen. Zugleich wurden die Behörden angehalten, Verstöße gegen dieses Verbot streng zu ahnden. 392 wurde das Verbot aller Formen heidnischer Kulte auch auf deren Ausübung in Privathäusern ausgedehnt. Der Kaiser war um die Durchführung seiner Anordnungen sehr bemüht. In Folge dessen endeten 393 auch berühmte heidnische Kulteinrichtungen wie das Orakel von Delphi, die Olympischen Spiele und der Vesta-Kult in Rom.
MfG B.

