(04-01-2017, 22:03)Geobacter schrieb: 1.) Das Katholikentum ist was italienisches und also ursprünglich sehr lateinisch.
2.) Bei den Juden und Frühchristen war es, wie in weiten Teilen des Mittelmeerraumes bis hinunter zum Nil, einstmals üblich, die "Gestorbenen" in einem Felsengrab und also "unterirdisch" zu bestatten und nicht einfach nur in der Erde zu verscharren.
3.) "Hinab gestiegen in das Reich des Todes. am dritten Tage wieder auferstanden....", als Teil des katholischen Glaubensbekenntnisses, geht mit großer Wahrscheinlichkeit auf die ägyptische Pharaonenzeit mit ihrem umfangreichen Toten- und Auferstehungskult zurück
Hochinteressante Diskussion !
ad 1) Die katholische Kirche geht auf Rom zurück. Dies ist richtig. Sie heißt ja auch Römisch-Katholische Kirche
Aber "Rom" ist keineswegs gleichzusetzen mit "italisch", seit 1866 "italienisch".
Denn Rom hatte neben der italischen (indogermanischen) Wurzel, die latinisch, später "lateinisch" sprach, noch eine zweite bedeutende Wurzel, die etruskische.
Von den nicht-indogermanischen Etruskern kamen all die grausigen Vorstellungen von einem qualvollen Inferno
ad 2) Zu der von Dir vorgestellten Theorie betreffend die Felsengräber ist momentan nichts zu sagen.
Allerdings ist auch ein Begräbnis in der Erde unterirdisch.
ad 3) Pharaonenzeit stimmt. Von der Datierung her. Allerdings hatten die pharaonischen Dynastien als rassischer Fremdkörper ganz andere Jenseitsvorstellungen als die Nilschlammbauern.
Pharaonen erwarteten, in den Himmel aufzusteigen
Nilschlammbauern hatten teilweise sehr unklare chthonische Vorstellungen
Nachhang zu (3)
Auch die Vorstellungen der Pharaonen waren nicht konsistent, mit starken Widersprüchen behaftet.
Chthonische Vorstellungen waren ihnen aber völlig fremd

