28-02-2017, 00:52
(27-02-2017, 23:28)Mustafa schrieb: Gundi, diese Frage beschäftigt dich ja schon länger, und ich denke, du wirst solange keine Antwort darauf finden,
solange du nicht akzeptierst, dass einen 'echten' Christen nicht naiver Gottesglaube definiert
Naiv oder nicht mag ich nicht beurteilen. Der Gottesglaube gehört für mich allerdings definitionsgemäß dazu. Ansonsten unterscheidet sich die Religion nicht von anderen Vereinen und der Christ nicht vom Atheist.
Des Weiteren glauben nun mal die allermeisten Christen in meinem Umfeld an einen personalisierten Gott. Das tun sie keineswegs naiv und viele dieser Leute sind gebildete, kluge Personen. Dennoch beten sie zu ihrem Gott, wenden sich mit ihren Problemen an ihn und glauben daran, dass es diesen Gott gibt und er auch mit uns kommunizieren kann.
Es hilft mir leider bei meiner Fragestellung nicht weiter, wenn du nun sagst, dies sei naiver Gottesglaube. Er ist nun mal vorhanden und das wirft Fragen auf.
By the way: Diese Leute haben übrigens meist kein Problem mit der ET, wenn ich sie danach frage. Allerdings beschäftigen sie sich auch nicht mit Naturwissenschaft, sodass sich ihnen dieses Problem nicht stellt. Es stellt für sie kein Problem dar, den Menschen in den Mittelpunkt allen Seins zu stellen, weil sie sich mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Menschwerdung schlicht nicht befassen. Sie tun das nicht aus Ignoranz oder Bosheit. Es interessiert sie einfach nicht und sie meinen, es würde auch ihren Glauben nicht berühren. Gleichzeitig meinen Sie aber, der Mensch ist von einem personalisierten Gott gewollt und Jesus ist für uns alle am Kreuz gestorben.
Vieleicht verstehst du nun, worauf ich mit meiner Frage hinaus möchte. Es gibt nun mal Menschen, die in unserer Existenz einen Willen Gottes sehen, ohne gleich fanatische wortwörtliche Ausleger der Bibel zu sein. Gleichzeitig aber leugnen sie auch die ET nicht. Und hieraus ergibt sich zwangsläufig ein Problem.
