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Paulus und die Skeptiker von Korinth
#39
(02-11-2020, 19:22)Praytes schrieb:
(01-11-2020, 23:35)Davut schrieb: Aus dem ausgewiesenen Christenverfolger wurde in wenigen blendenden Sonnenminuten der Mittagszeit bei Km-Stein 2 vor Damaskus ein Heiliger. Wer's glaubt wird selig - hart aber fair! 
  Es war ein Prozess, der keineswegs nur ein paar blendende Sonnenminuten der Mittagszeit betrug.

Auch das ist leider wieder ein Beispiel dafür, wie Ungereimtheiten gezielt konstruiert und in die Diskussion gestreut werden, die noch nicht mal der Text selbst so hergeben.

Ich kann verstehen, dass es Bibel"liebhaber", um es mal vornehm auszudrücken, schwer haben, historische Wahrheiten oder zumindest Wahrscheinlichkeiten zu akzeptieren. Das beweist Du mit deinem schnell widerlegbaren Einwand oben auch. Du bist mit dieser Praxis aber in bester Gesellschaft.

Saulus wurde von einem Lichtstrahl (in der Mittagszeit kein Wunder)  in Sekundenschnelle  geblendet/gefällt oder was auch immer. Das schreibt er im Korinther selbst. Dazu braucht es keine Offenbarung 50 Jahre später. Und diese beiden Korinther, die sogar als von ihm selbst geschrieben gelten, waren früher und authentisher.

Du dagegen willst das gesamte Kapitel 9 der Apokalypse gegen diese Tatsachen aufbieten. Das ist sehr kurz gesprungen. Die Offenbarung wurde erst  Ende des 1.Jh. (Johannes hielt sich erst zwischen 90 und 95 auf Patmos auf) geschrieben. Da war das Ereignis schon über 50 Jahre  Jahre alt.

Und dann dies: Selbst in der viel späteren Offenbarung fragt Saulus sofort im Lichtschein: Herr, wer bist Du?   

Woher wußte er eigentlich , dass es der "Herr" war? Er war doch auf Christenverfolgung und erwartete doch keinen Anruf von ihm. 

Erst  nach der Frage sagte Jesus, wer er sei und er solle ihn nicht verfolgen. Dieser Dialog kann  nicht mal eine halbe Minute gedauert haben.

Der Rest des Kap. 9 beschäftigt sich mit seiner Heilung in Damaskus, hat also mit der Jesus-Erscheinung nichts mehr zu tun. Bis auf die Tatsache, dass der ihn angeblich mit seinem Blindenheiler Ananias zusammengebracht hat.

Fazit: Der Chjristenverfolger Saulus/Paulus war mit einem Vollmachtspapier des Hohepriesters auf dem Weg nach Damaskus, um weitere Christen aufzuspüren. Innerhalb weniger Sekunden machte er eine geistige Kehrtwendung um 180 Grad! Indem er die Anordnungen der Jesus-Stimme befolgte.  So schnell wechselt man die Fronten.

In  der großen Bibelgeschichte ist das zweifellos nur eine Kleinigkeit. Aber eine von vielen Kleinigkeiten, die das Gebäude der Bibel-Überlieferung insgesamt statisch gefährden.

MfG
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RE: Paulus und die Skeptiker von Korinth - von Davut - 01-11-2020, 23:35
RE: Paulus und die Skeptiker von Korinth - von Davut - 02-11-2020, 20:42
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