Karla schrieb:...Mystische Erfahrungen werden als unwichtiger angesehen, und zwar eben nicht nur für einen selber, sondern für andere Menschen auch. Insofern hebt sich die Forderung nach Nächstenliebe fast selber auf. Man will eben gerade nicht Anderes als gleichberechtigt gelten lassen.Wenn jemand zu Verhungernden kommt,
ist es halt nicht gleichgültig, ob er ihnen etwas zu essen gibt oder bei ihnen Geige spielt! Oder ist das für dich "gleichberechtigt"?
Jesus kam zu den Hungernden und Bedürftigen.
Wundert uns da seine Schwerpunktsetzung auf die aktive Nächstenliebe (Matthäus 25,31-46)?
Wird die Nächstenliebe darum zum "Dogma", weil es so viele Hungernde auf der Welt gibt, so dass bei deren Sättigung der religiöse Bär intensiver steppt als bei der Betrachtung der Waldwurzel?
Langsam wird es wohl Zeit,
dass wir definieren, was denn "religiös" ist, wenn wir von solchen Erfahrungen sprechen.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)


