Presbyter schrieb:...Auch hier ist deutlich, dass der eigene Vollzug, der eigene Dienst, das eigene Handeln in einen Kontext der Gottbezogenheit gestellt ist, der das Handeln nicht auf die eigene Person reduziert, sondern zu einer Gegenwärtigkeit christlicher Nähe, wie sie uns Christus im hier angebrochenen Gottes Reich verheißen hat, werden lässt.Dieser Gedanke
scheint mir einiges überzeugend klar zu machen:
Ein Mensch, der im Sinne bedingungsloser Nächstenliebe handelt, weiß sich eingebunden in die Gemeinschaft aller Gleichgesinnten, die im Geiste Jesu die Kraft Gottes wirksam werden lassen.
Er wird Teil dieser göttlichen Kraft, transzendiert damit seine Schwäche und die vieler sog. Sachzwänge, die den Einsatz oft widersinnig erscheinen lassen. So macht er Erfahrungen, die er auf sich allein gestellt nicht hätte.
Dieses Handeln
kann sich natürlich auch in Wissenschaft und Kunst, Handarbeit und sonstigen Alltagshandeln manifestieren. Der "Kontext der Gottbezogenheit" entsteht dann über den Stellenwert der Aktivität im Leben der "Geschwister in der Familie Gottes" oder im Leben des Einzelnen, der dadurch stark wird für den Einsatz im "Reiche Gottes".
Alle möglichen Handlungen könnten dann zu "religiösen" Erfahrungen führen. So könnte man auch den Gedanken von Klara verstehen, dass der "religiös" ist, der eine Rückbindung empfindet", nämlich an diese "göttliche" Kraft.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)


