(07-05-2010, 18:09)petronius schrieb: auch das ist nur ein euphemismus für die tatsache, daß aus der bibel abzuleitendes eben nur um den preis der interpretation zu haben ist. daß auch du eben nicht alles übernimmst, was und wie es in der bibel steht, sondern dir aussuchst, was du wie interpretiert haben möchtestEs wäre schön, wenn du mal präziser würdest und ein paar Dinge zur Kenntnis nimmst:
- Ich kann mich nicht erinnern, behauptet zu haben, dass es möglich ist, die Bibel ganz ohne Interpretation zu lesen.
- Nicht alle Interpretationen sind gleichwertig, wenn ich deinen Beitrag so interpretieren würde, als ob du mir in allen Punkten zustimmst, würdest du - zu Recht! - protestieren. So kann mensch auch bei der Bibel zwischen berechtigten und abwegigen Interpretationen unterscheiden, und rational über die Gründe diskutieren, warum Interpretationen angenommen oder abgelehnt werden.
- Die Interpretation, die ich haben möchte, ist nicht die, die mir gefällt, sondern die dem entspricht, was die Hörer und Leser in der jeweiligen Kultur verstanden haben, in diese Texte entstanden sind.
- Ich habe bereits gesagt, was ich mit "alles übernehmen" meine: dass jeder Teil der Bibel von Gott ist uns uns etwas zu sagen hat. Siehe z.B. 1.Kor 10,1ff als Beispiel, wie das AT im NT benutzt wird.
Zitat:solche kinkerlitzechen sind gewiß nicht das, worüber sich die gläubigen streiten...:icon_rolleyes:Ich hatte nicht den Eindruck, dass wir darüber reden, worüber sich die Gläubigen streiten. Ich hatte mich eher auf die Kritik bezogen, die du angebracht hast. Und "Kinkerlitzchen", bei denen klar ist, dass die Erklärung nicht dazu da ist, Kritik abzuwehren, ist besser dazu geeignet, zu erklären, was an der Art deiner Kritik falsch ist, als beispielsweise die Aussage, dass der Maulwurf wiederkäut (wo es eben auch darum geht, dass so zu verstehen, wie die Leute vor 3500 Jahren das gemeint haben, und nicht wie eine Aussage eines Biologen des 21.Jhs.).
Außerdem gibt es Streitigkeiten, die damit zu tun haben, dass sich manche Leute eben bewusst was aus der Bibel rauspicken. Oder das Wort eines Papstes, Propheten oder sonst was zur Richtschnur machen, wie die Bibel gefälligst zu interpretieren sei.
Zitat:ich würde mal sagen, daß das doch völlig irrelveant ist und em gläubigen am gesäß vorbeigeht. wenns aber um regeln und vorschriften für den menschen geht, bietet die bibel einen wust an einander widersprechenden stellen - sodaß man diese eben erst interpretieren (z.b. aus dem historischen Kontext heraus betrachten) mußNur dann sollte mensch sich nicht einfach die Interpretation raussuchen,die einem passt, sondern nach der richtigen Interpretation suchen. Mal ganz abgesehen davon, dass jemand, der die Bibel nur als Gesetzbuch ansieht, was Wesentliches nicht mitbekommen hat.
Relativismus: "du hast deine Wahrheit, ich habe meine, beide sind richtig"
Toleranz: "was du sagst ist falsch, aber du hast das Recht, es zu sagen"
Toleranz: "was du sagst ist falsch, aber du hast das Recht, es zu sagen"

