(05-06-2010, 17:17)helmut schrieb:(02-06-2010, 17:25)petronius schrieb:Wieder vereinfachst du. - Homosexuelle Verbindungen wurden damals weder allgemein angelehnt noch allgemein gutgeheißen, vielmehr gab es da ne Doppelmoral. Gerade die gleichberechtigten Beziehungen (und alle Beziehungen, in denen der sozial höher Gestellte "passiv" war) wurden verurteilt(02-06-2010, 14:50)helmut schrieb: Sie war immerhin häufig genug, um ablehnende Reaktionen hervorzurufen. Wenn sie nicht mitverurteilt wurde, wieso wurde das nie gesagt?eine verantwortungs- und liebevolle homosexuelle partnerschaft war eben nichts in der antike geläufiges, insofern wäre auch niemend auf die idee gekommen, sie von einer (damals ja üblichen) verurteilung der homosexualität an sich auszunehmen
wovon redest du jetzt gerade?
homosexualität wird in der bibel - wo sie denn erwähnung findet - selbstverständlich allgemein abgelehnt
und daß homosexuelle partnerschaften wie in unserer gesellschaft heute üblich bereits in der antike verbreitet gewesen wären, ist mir eben nicht bekannt. auch du faselst ja schon wieder von "sozial höher Gestellte" und "passiv"
das ist nun mal was anderes als eine liebevolle und partnerschaftliche homosexuelle beziehung
Zitat:Also "Gott will das nicht" ist eine religiöse Ansicht
was an ihrem homophoben gehalt nichts ändert
auch daß man menstruierenden frauen nicht begegnen dürfe, ist eine "religiöse Ansicht", und deshalb rational betrachtet nicht weniger dämlich und diskriminierend
Zitat:Dafür habe ich religiöse Argumente (Bibelstellen) genannt, und offensichtlich bist du nicht bereit, diese religiöse Ansicht zu tolerieren
selbstverständlich bin ich nicht bereit, diskriminerung zu tolerieren, nur weil sie als "religiös" verbrämt wird!
Zitat:Was passiert den mit denen, die nicht in Gottes reich kommen?
ja - dein gott stellt auf der einen seite ein gebot der nächstenliebe auf, und schmeißt andererseits diejenigen in die hölle, die es ernst nehmen
dein problem - nicht meins
Zitat:Der Organisator des letzten Christivals (Roland Werner) ist ja ein neueres Beispiel dafür
für das märchen von der "heilbarkeit" der sexuellen orientierung (die ja noch nicht mal eine krankheit ist, ergo auch keiner "heilung" bedarf?)
jeder macht sich eben so lächerlich, wie er kann oder will
was würdest du es denn empfinden, wenn ich den glauben an gott als "krankheit" definiere, die der "heilung" bedarf?
Zitat:Wir reden nicht davon, dass Menschen beurteilt werden, sondern von Handlungen, die bewertet werden
ich beurteile ja auch deine und anderer evangelikaler handlungen, homosexuelle zu diskriminieren
Zitat:Jedenfalls brauchst du keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen, um gekochtes, gebratenes oder in der Mikrowelle gar gemachtes Essen zu genießen
ach nee?
na, dann steck mal deine hand in die heiße suppe, halte sie ins offene herdfeuer oder verwende eine mikrowelle ohne abschirmung
und wenn du glaubst, du könntest ohne rücksicht einfach vaginal losrammeln, ohne daß es dabei zu verletzungen kommen könne - dann hast du von sex leider noch viel weniger ahnung, als ich bereits vermutete
Zitat:Erst beschwerst du dich, dass ich mich versuche, mich darauf zu beschränken, und jetzt beschwerst du dich, dass ich auf dein Drängen hin mich nicht darauf beschränke. Ja was denn nun?
ich stelle klar, daß du eben nicht einfach sagst "gott hats verboten" (also deine abneigung der homosexualität rein religiös begründest, wie abwegig das auch immer sein mag), sondern dir mühe gibst, pseudorationale gründe gegen homosexualität zu erfinden. praktizierte homophobie eben
Zitat:Wie schon mehrfach gesagt: ich kann nicht selber entscheiden, was Sünde ist oder nicht. Ich kann nur feststellen, was Gott in der Bibel Sünde nennt oder was nicht
klar
der evangelikale gibt beim eintritt in die kirche sein hirn ab. mitdenken (z.b. wie bestimmte bibelstellen gemeint sind, wie zeitgebunden sie zu verstehen sind) - das ist wohl des teufels
Zitat:Zitat:wobei du aber davon ausgehst, daß es (meinetwegen aus einem solchen austauch hervorgehend) eine "richtige" gibt und die anderen "falsch" sind. so was nennt man deutungshoheit.Das ist doch in allen Gebieten so: es gibt richtige Aussagen, die mit der Realität übereinstimmen, und falsche, die das nicht tun
solche reale faktizität ist eben bei geschmacksurteilen (wie deiner homophobie) nicht gegeben
Zitat:Zitat:Gegen besseres Wissen? Machst du das so: du suchst dir dein Weltbild nicht nach dem aus, was du für plausibel hältst, sondern danach, was dir gefällt?Zitat:Versteh jetzt nicht, was du willst. Ich hab dir schon mal gesagt, dass ich das Leben leichter finden würde, wenn Verkehr zwischen Männern in der Bibel nicht verurteilt würdedann schließe dich doch einfach einer entsprechenden deutung der bibel an.
worin soll denn dieses "bessere wissen" bestehen?
du glaubst, was du glauben willst
steh doch einfach dazu...
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

