03-08-2010, 10:49
meine frage, ob und warum es denn so wichtig sei sich als gläubiger von anderen zu unterscheiden oder (sprechen wirs ruhig aus) sich von diesen abzuheben - diese frage war durchaus ernst gemeint
was lars so als christeneigenschaften aufzählt, ist ja (außer dem ding mit den "dogmen der moderne" und der "einheit mit gott") nichts wirklich außergewöhnliches oder etwas, was nur christen zu eigen sein könnte. ich würde es kurz umschreiben mit "ein anständiger mensch sein - und die möglichkeit dazu würde ich jedem zugestehen, egal, ob christ, asatru, oder nicht gläubig
mir scheint es aber gläubigen oft ein bedürfnis zu sein, sich abzuheben, eine trennung zwischen "wir" und "die" vorzunehmen. was bei verhaltensweisen und kleidung anfängt und in übelste selbstgerechtigkeit münden kann (nicht muß, und natürlich ist derartiges distinktionsbedürfnis nicht auf gläubige beschränkt)
"einheit mit gott" ist ein indviduelles gefühl - man hat es oder nicht. inwiefern das durch dritte zu fördern wäre, weiß ich nicht. und "dogmen der moderne": nun ja, das klingt nach dem üblichen lamento über den "zeitgeist", dem es zu widerstehen gälte bzw. der "welt", der man zu entsagen habe. *gähn*
dogmen sind es nun gerade nicht, wodurch sich die moderne auszeichnet (und auch nicht die postmoderne, in der wir uns befinden) - eher schon ein "anything goes", was sich auch in einem eklektizistischen umgang mit der spiritualität zeigt. schon klar, daß das den traditionellen sinnanbietern nicht passen kann - nur: mit "dogmen" hat das nichts zu tun, im gegenteil...
was lars so als christeneigenschaften aufzählt, ist ja (außer dem ding mit den "dogmen der moderne" und der "einheit mit gott") nichts wirklich außergewöhnliches oder etwas, was nur christen zu eigen sein könnte. ich würde es kurz umschreiben mit "ein anständiger mensch sein - und die möglichkeit dazu würde ich jedem zugestehen, egal, ob christ, asatru, oder nicht gläubig
mir scheint es aber gläubigen oft ein bedürfnis zu sein, sich abzuheben, eine trennung zwischen "wir" und "die" vorzunehmen. was bei verhaltensweisen und kleidung anfängt und in übelste selbstgerechtigkeit münden kann (nicht muß, und natürlich ist derartiges distinktionsbedürfnis nicht auf gläubige beschränkt)
"einheit mit gott" ist ein indviduelles gefühl - man hat es oder nicht. inwiefern das durch dritte zu fördern wäre, weiß ich nicht. und "dogmen der moderne": nun ja, das klingt nach dem üblichen lamento über den "zeitgeist", dem es zu widerstehen gälte bzw. der "welt", der man zu entsagen habe. *gähn*
dogmen sind es nun gerade nicht, wodurch sich die moderne auszeichnet (und auch nicht die postmoderne, in der wir uns befinden) - eher schon ein "anything goes", was sich auch in einem eklektizistischen umgang mit der spiritualität zeigt. schon klar, daß das den traditionellen sinnanbietern nicht passen kann - nur: mit "dogmen" hat das nichts zu tun, im gegenteil...
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

