23-10-2010, 06:40
Lieber Thomas,
ich halte es für eine Utopie anzunehmen, dass ein Lehrer 'neutral' über alle Religionen
informieren könnte - weder ein religiöser, der Probleme hat, über den Tellerrand seiner
eigenen Konfession zu blicken, noch ein irreligiöser, für den jede Religion eo ipso schon
Mumpitz ist. Sicherlich ist das nicht grundsätzlich unmöglich - es gibt ja vereinzelt
solche Menschen - aber das in einem Lehrplan und Lehrbetrieb organisieren zu wollen
wird wohl kaum funktionieren... :icon_rolleyes:
Was sollte ein solcher Lehrer auch lehren, wenn nicht Information über die Religionen
- und wie würde sich das dann unterscheiden von Religionswissenschaft, von der Du
es ja abgrenzen willst? Und wenn der Lehrer Glaubensinhalte rüberbringen wollte, wie
glaubhaft wäre er dann für die Schüler, wenn er montags Christentum, dienstags den
Islam, Mittwoch Hinduismus, Donnerstag Buddhismus und Freitag Atheismus lehrte?
ich halte es für eine Utopie anzunehmen, dass ein Lehrer 'neutral' über alle Religionen
informieren könnte - weder ein religiöser, der Probleme hat, über den Tellerrand seiner
eigenen Konfession zu blicken, noch ein irreligiöser, für den jede Religion eo ipso schon
Mumpitz ist. Sicherlich ist das nicht grundsätzlich unmöglich - es gibt ja vereinzelt
solche Menschen - aber das in einem Lehrplan und Lehrbetrieb organisieren zu wollen
wird wohl kaum funktionieren... :icon_rolleyes:
Was sollte ein solcher Lehrer auch lehren, wenn nicht Information über die Religionen
- und wie würde sich das dann unterscheiden von Religionswissenschaft, von der Du
es ja abgrenzen willst? Und wenn der Lehrer Glaubensinhalte rüberbringen wollte, wie
glaubhaft wäre er dann für die Schüler, wenn er montags Christentum, dienstags den
Islam, Mittwoch Hinduismus, Donnerstag Buddhismus und Freitag Atheismus lehrte?
() qilin

