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Was will dieser Text sagen?
#1
hey, was bedeutet diese Aussage? ich kann wirklich nichts damit anfange. danke :)

"Aber auch angesichts der gezeigten Tendenz zu Hypostasierungen Gottes, bleibt eine heilvolle Unsicherheit, diese Mediatationsweise vorschnell und vom menschen her eindeutig personal zu verstehen. Denn es ist charakteristisch für den alttestamentlichen Gottesbegriff, dass sich Gott in seiner Offenbarung zugleich entzieht und sein Angesicht verbirgt."
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#2
bild vom text ist im anhang :)


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#3
Hallo Zinogre,

herzlich willkommen in unserem Forum. Deine beiden Threads habe ich zusammengeführt.

Den beigeschlossenen Text (Beitrag 2) habe ich gelesen.

Prof Haudel schrieb:Das biblische Zeugnis des dreieinen Gottes - Altes Testament

Mit den biblischen Büchern existiert ein einmaliges Zeugnis der Menschheitsgeschichte, das mit der mündlichen Tradition einen Zeitraum von Jahrtausenden umspannt, in dem sich Gott zu unterschiedlichsten Zeiten verschiedensten Menschen erfahrbar machte - und dennoch erweisen sich diese vielfältigen Erfahrungen als die eine Selbsterschließung des dreieinigen Gottes.

Aus den biblischen Texten erschließt sich kein "dreieiner" Gott. Schon gar nicht aus den Texten des Alten Testaments. Man kann die Meinung vertreten, dass  der Trinitätsgedanke im Neuen Testament angelegt ist, ausformuliert wurde er aber von den Kirchenschriftstellern der Spätantike, logisch einigermaßen nachvollziehbar erst von Augustinus. Eine Anmerkung dazu  ist in unserem Forenlexikon (klick!) zu finden.
MfG B.
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#4
(21-05-2018, 13:05)Zinogre schrieb: hey, was bedeutet diese Aussage? ich kann wirklich nichts damit anfange. danke :)

"Aber auch angesichts der gezeigten Tendenz zu Hypostasierungen Gottes, bleibt eine heilvolle Unsicherheit, diese Mediatationsweise vorschnell und vom menschen her eindeutig personal zu verstehen. Denn es ist charakteristisch für den alttestamentlichen Gottesbegriff, dass sich Gott in seiner Offenbarung zugleich entzieht und sein Angesicht verbirgt."

Da Bion schon auf den zugrundeliegenden Text eingegangen ist, versuche ich hier nur auf den anfänglich zitierten Textschnippsel einzugehen.

Offenbar macht der Autor einen Unterschied zwischen der Auffassung des dreieinigen Gottes als drei Personen mit einem Wesen und der "Hypostasierung" (Aufteilung eines Ganzen in wohlunterscheidbare Teile, hier also Gott und drei deutlich unterscheidbare Teilbereiche (Seinsstufen oder Seinsweisen)). Was daran "heilvoll" sein soll, kann ich an dieser Stelle nur raten: Der so genannte "Dreieinige" Gott ist eben keine drei Personen, sondern, abhängig vom Gläubigen und seiner Lebenssituation, ein Gott mit dem jeweiligen Gebet (oder Meditation) angepassten Seinsweisen.

Vielleicht soll damit dem irrigen Eindruck z. B. bei Muslimen vorgebeugt werden, eigentlich gebe es drei Gottheiten.

Die nachgeschobene Bergründung, Gott offenbare sich auf der einen und verberge sein Antlitz auf der anderen Seite, halte ich nicht für stichhaltig, sondern eher für eine Entschuldigung dafür, dass christliche Theologen den alttestamentlichen Gottesbegriff zu "hypostasieren" versuchen - also aus Gott verschiedenartige Seinsstufen (Vater - Sohn - hl. Geist) herauspräparieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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