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Samariter gut oder schlecht ?
#1
Wir alle kennen die Geschichte vom Barmherzigen Samariter
Hier wird eine positive Stimmung erzeugt:
"Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid,
ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte
für ihn." Lukas 10,33-34 EÜ

Dies im Gegensatz zu der eindeutigen Anordnung, die in Matthäus 10,5-6 zu lesen ist:
"Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter,
sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel." Matthäus 10,5-6 EÜ

Für heutige Christen ist das wohl nicht relevant, da sich das Gebot ausdrücklich nur an "die Zwölf" richtete !

Auch die Anordnung, Tote aufzuwecken, richtet sich nicht an heutige Christen, genauso wenig wie die zugehörige Anordnung, dies umsonst zu tun:
"Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben." Matthäus 10,8 EÜ

Die Zwölf wurden aufgefordert, ihre spirituellen Gaben, die sie umsonst von Gott empfangen haben, umsonst anzuwenden

Keine Rede davon, daß die Zwölf auf ihrer Missionsreise eine gratis Gulaschkanone zur Volksausspeisung mitführen müssen !
Es geht nur um die übernatürlichen Gaben

Und wie gesagt - geht das heutige Christen überhaupt nichts an - denn sie gehören nicht zu den Zwölf, sie können keine Toten aufwecken - und wo wären denn die verlorenen Schafe des Hauses Israel heute zu finden ??

Heutigen Christen kann der Befehl "Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben" genauso egal sein wie der Befehl "Geht nicht zu den Heiden"
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#2
(19-01-2019, 20:57)Sinai schrieb: Wir alle kennen die Geschichte vom Barmherzigen Samariter
Hier wird eine positive Stimmung erzeugt:
"Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid,
ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte
für ihn." Lukas 10,33-34 EÜ

Dies im Gegensatz zu der eindeutigen Anordnung, die in Matthäus 10,5-6 zu lesen ist:
"Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter,
sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel." Matthäus 10,5-6 EÜ

Für heutige Christen ist das wohl nicht relevant, da sich das Gebot ausdrücklich nur an "die Zwölf" richtete !

Auch die Anordnung, Tote aufzuwecken, richtet sich nicht an heutige Christen, genauso wenig wie die zugehörige Anordnung, dies umsonst zu tun:
"Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben." Matthäus 10,8 EÜ

Die Zwölf wurden aufgefordert, ihre spirituellen Gaben, die sie umsonst von Gott empfangen haben, umsonst anzuwenden

Keine Rede davon, daß die Zwölf auf ihrer Missionsreise eine gratis Gulaschkanone zur Volksausspeisung mitführen müssen !
Es geht nur um die übernatürlichen Gaben

Und wie gesagt - geht das heutige Christen überhaupt nichts an - denn sie gehören nicht zu den Zwölf, sie können keine Toten aufwecken - und wo wären denn die verlorenen Schafe des Hauses Israel heute zu finden ??

Heutigen Christen kann der Befehl "Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben" genauso egal sein wie der Befehl "Geht nicht zu den Heiden"

Jesus schien manchmal die Juden zum Nachteil anderer Völker zu bevorzugen. Wenn wir uns jedoch den Gesamtzusammenhang seines Dienstes auf Erden ansehen, werden wir sehen, dass Er letztendlich ohne rassische Vorurteile oder auf irgendeine andere Art gehandelt hat. 

Nehmen wir zum Beispiel die Episode der Begegnung Jesu mit einer kananäische Frau, die in Matthäus 15:21-28 erzählt wird.

Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegend von Tyrus und Zidon zurück. Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus jener Gegend, rief ihn an und sprach: Erbarme dich über mich, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen!

Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Da traten seine Jünger herzu, baten ihn und sprachen: Fertige sie ab, denn sie schreit uns nach!

Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Da kam sie, fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!

Er aber antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft.

Sie aber sprach: Ja, Herr; und doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen!

Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.

Zuerst schien Jesus den Mulehr durch den Vergleich mit Hunden zu diskriminieren, aber dann ehrte er die Frau, lobte ihren Glauben und befolgte ihre Bitte.

*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm *)

*http://www.iabr.oswnet.com/ *)
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#3
Wir alle kennen die Geschichte vom Barmherzigen Samariter

Dies im Gegensatz zu der eindeutigen Anordnung, die in Matthäus 10,5-6 zu lesen ist:
"Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter,
sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel."

Warum lehnt Jesus hier die Samariter so schroff ab ??

Was ist ein Mulehr ?
(20-01-2019, 17:40)oswaldo_8553 schrieb: Zuerst schien Jesus den Mulehr durch den Vergleich mit Hunden zu diskriminieren
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#4
(21-01-2019, 23:12)Sinai schrieb: Was ist ein Mulehr ?
(20-01-2019, 17:40)oswaldo_8553 schrieb: Zuerst schien Jesus den Mulehr durch den Vergleich mit Hunden zu diskriminieren

Mein Fehler...

Der Satz sollte sein:

Zuerst Jesus die kananäische Frau durch den Vergleich mit den Hunden zu diskriminieren.
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#5
Samariter gut oder schlecht ?

In unserem Thread geht es jedenfalls von der Thematik speziell um die "Samariter"

Warum sagte Jesus zu den Zwölf: "betretet keine Stadt der Samariter" ??
(Matthäus 10,5)

Ich will hier nicht über alle möglichen interessanten anderen Themen diskutieren (Kanaaniter), sondern speziell über das Thema "Samariter", weil es im Evangelium die bekannte Geschichte vom Barmherzigen Samariter gibt und es auf den ersten Blick so aussieht, als gäbe es hier einen Widerspruch in der Lehre Jesu, was aber unvorstellbar ist und daher erklärt werden sollte

Wenn hier niemand eine Antwort weiß, beenden wir diese Diskussion
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#6
(21-01-2019, 23:12)Sinai schrieb: Warum lehnt Jesus hier die Samariter so schroff ab ??

Typische Sektenkonkurrenz. Im Prinzip waren die Samariter ja ein Grossteil der "verlorenen Schafe des Hauses Israels", dabei hauptsaechlich Ephraim, Manasse und ein Teil Benjamins, jeweils der Teil, der nicht nach Judaea gefluechtet war. Die samaritanische Version der Tora hatte "Gerizim" anstelle von "Zion" als den heiligsten Ort Gottes auf Erden, und sie erkannten den Alleinvertretungsanspruch Judaeas nicht an. Seit die Juden den Tempel in Samaria zerstoert hatten, war da keine grosse gegenseitige Liebe mehr.

(21-01-2019, 23:12)Sinai schrieb: Was ist ein Mulehr ?
"Mulher" ist "Frau" auf Portugiesisch.
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#7
(22-01-2019, 13:52)Ulan schrieb: Im Prinzip waren die Samariter ja ein Grossteil der "verlorenen Schafe des Hauses Israels", dabei hauptsaechlich Ephraim, Manasse und ein Teil Benjamins, jeweils der Teil, der nicht nach Judaea gefluechtet war. Die samaritanische Version der Tora hatte "Gerizim" anstelle von "Zion" als den heiligsten Ort Gottes auf Erden, und sie erkannten den Alleinvertretungsanspruch Judaeas nicht an. Seit die Juden den Tempel in Samaria zerstoert hatten, war da keine grosse gegenseitige Liebe mehr.


Das ist alles nachvollziehbar
Aber warum dann die lobende Erwähnung vom Barmherzigen Samariter ??
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#8
Ist das nicht offensichtlich? Der Samariter hatte nach dem Sinn des Gesetzes gehandelt, nicht nach den Buchstaben derAusfuehrungsbestimmungen, wie wir im anderen Thread bereits festgestellt hatten. Die Kritik Jesu an den pharisaeischen Gelehrten, mit denen er zu tun hatte, war, dass diese den Sinn der Tora ueber Bord geworfen hatten. Der Samariter hatte nach dem Gebot im 3. Buch Mose gehandelt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ich (bin) der Herr.“ Dass selbst ein sonst so verhasster Samariter das besser weiss als die Pharisaeer, pointiert das Urteil.
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#9
(22-01-2019, 13:52)Ulan schrieb: "Mulher" ist "Frau" auf Portugiesisch.

Du bist schlau! Icon_rolleyes
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#10
(22-01-2019, 14:13)Ulan schrieb: Dass selbst ein sonst so verhasster Samariter das besser weiss als die Pharisaeer, pointiert das Urteil.

Dies könnte des Rätsels Lösung sein. Vielleicht verstehen die heutigen Christen das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter falsch, und Jesus wollte gar nicht für die Samariter eine Lanze brechen - sondern nur die Priester und Leviten heruntermachen, indem er einen verhaßten Samariter als viel besser darstellte . . .

Zu hundert Prozent folge ich aber dieser Theorie nicht (ein kleines Fragezeichen bleibt vorhanden) da Jesus die liebevolle Handlung des Samariters sehr ausführlich beschrieb:
"Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf seinen Esel, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Am andern Morgen nahm er zwei Denare, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme."
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#11
Es ist das Lukas-Evangelium, das generell mehr Wert auf soziale Gerechtigkeit und Unterstuetzung der Beduerftigen legt, also passt das ins Bild. Hier wird halt einem Samariter menschliches Mitgefuehl nachgewiesen, wie es Jesus auch anderswo als Ziel in den Mund gelegt wird (siehe z.B. die Unterschiede der lukanischen Feldpredigt zur matthaeischen Bergpredigt). Der ganze Ansatz des Lukas ist milder. Der Kontrast wirkt aber trotzdem wie oben beschrieben. Fuer eine pharisaeischen Schriftgelehrten ist es immer noch blamabel, von einem Samariter vorgefuehrt zu werden. Das wurde bestimmt als Beleidigung empfunden.
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#12
(22-01-2019, 23:21)Ulan schrieb: Fuer eine pharisaeischen Schriftgelehrten ist es immer noch blamabel, von einem Samariter vorgefuehrt zu werden. Das wurde bestimmt als Beleidigung empfunden.

Viel schlimmer: Da ging es nicht um einen volkstümlichen Pharisäer, sondern um das damals ganz hohe Establishment:
es wurde wörtlich ein Priester und ein Levit genannt

Mit einem solchen Angriff machte sich Jesus wirklich Feinde

Stell Dir vor, ein heutiger Wanderprediger würde folgendes Gleichnis erzählen:
"Unfall auf der Autobahn. Eine CDU-Politikerin fährt vorbei und hält nicht einmal an. Auch ein SPD-Politiker fährt vorbei und hält nicht einmal an."
Hui - da wäre aber schnell eine Anzeige wegen Volksverhetzung da
Volks·ver·het·zung
das Aufhetzen des Volks (2) durch demagogische Reden o. Ä.

Der Text im Evangelium des Lukas:
"Zufällig kam ein Priester denselben Weg; er sah ihn und ging weiter.
Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter."
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