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Glaube und Naturwissenschaft
#16
(19-07-2019, 09:14)Burkl schrieb:
Zitat:Die Liebe zu einem anderen Menschen, ist die Liebe zu den eigenen Empfindungen die dieser Mensch bei uns auslöst. Und diese Empfindungen können sich auch schnell wieder verabschieden.

Da verwechselst du Liebe mit Verliebtsein.

Nein Burkl das tue ich nicht. Und bei etwas "gutem Willen" würdest du auch feststellen können, dass ich genau das Gegenteil meine. Verliebt sein gehört zum Lieben natürlich auch dazu. Sonst würde keine Liebe zwischen Mann und Frau oder zwischen Schwulen und Schwulen überhaupt zustande kommen können. Transsexuelle sind da auch nicht davon auszuschließen.

Was ich aber meine, Burkl ist noch ganz etwas anderes:

Wenn der Partner ein ganz dummer "egozentrisch-dominanter Arsch" ist, dann hilft irgendwann auch der allerbeste Wille nichts mehr. Gerade und besonders Frauen haben dann lange Zeit ein Problem damit, sich selber einzugestehen, dass sie sich von einem besitzergreifenden "Psychopathen" einwickeln haben lassen. Da muss man dann halt den Kindern zu liebe versuchen, das Beste daraus zu machen.

Wenn man sich mal Mühe geben muss, jemanden  willentlich zu lieben, dann ist dieser Jemand meist  ein ganz kranker egozentrischer "Psychonaut", der schon sehr geübt darin ist, die totale Kontrolle über die Gefühle und Gedanken seine Mitmenschen zu übernehmen.

Und gerade solche Psychonauten benutzen dafür mit Vorliebe solche Argumente wie: den Willen eines Gottes, dem man sich gefälligst unter zu ordnen hat, auch wenn dieser Gott empirisch nicht beweisbar ist.

Ich sage jetzt nicht, dass alle davon betroffen sind, die das meinen.. sondern nur die allermeisten.

Liebe und was man damit alles in Beziehung setzen will, funkt nur dann dauerhaft, wenn man seinem/ihrem geliebten/geliebte PartnerIN die Freiheit über seine / ihre eigenen Gefühle und Gedanken überlässt. Beliebigkeit ist die Freiheit des Willens. Und eine Liebe die nicht freiwillig ist, ist nicht mehr wert, als das was nach dem Frühstück noch auf dem Tisch steht.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#17
Zitat:Wenn man sich mal Mühe geben muss, jemanden  willentlich zu lieben, dann ist dieser Jemand meist  ein ganz kranker egozentrischer "Psychonaut", der schon sehr geübt darin ist, die totale Kontrolle über die Gefühle und Gedanken seine Mitmenschen zu übernehmen. 
Diese falsche Sicht ist auch ein Grund, warum so viele Ehen scheitern. Das Ausbleiben von "Prickeln" und "Bauchgefühl" wird als Verlorengegangensein der Liebe interpretiert.

In Wahrheit kann es gar keine dauerhafte Liebe geben, die nicht auf dem Willen beruht, lieben zu wollen. Die Verliebtheit ist der "Einfädler" der Liebe, nicht jedoch ihr Kern. Der liegt viel tiefer. Der liegt im Kreuz, in der vorbehaltlosen Selbsthingabe. In dem "ganz für den anderen Sein." Und davon können ihrem Wesen nach wandelbare und unstete Gefühle sogar oftmals wegführen.
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#18
(19-07-2019, 12:37)Burkl schrieb: Das Ausbleiben von "Prickeln" und "Bauchgefühl" wird als Verlorengegangensein der Liebe interpretiert.

Die Verliebtheit ist der "Einfädler" der Liebe, nicht jedoch ihr Kern.


Das sagen alle alten Ehepaare
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#19
(19-07-2019, 12:43)Sinai schrieb:
(19-07-2019, 12:37)Burkl schrieb: Das Ausbleiben von "Prickeln" und "Bauchgefühl" wird als Verlorengegangensein der Liebe interpretiert.

Die Verliebtheit ist der "Einfädler" der Liebe, nicht jedoch ihr Kern. Die


Das sagen alle alten Ehepaare
Ja - aber nicht nur. Gute Ehen erkennen das schon früher - und gerade deshalb bemühen sich die Eheleute jeden Tag neu um ein zuvorkommendes Verhalten von frisch Verliebten.

Vor diesen habe ich übrigens viel Achtung. So wie das Ehepaar, das gestern nach der Messe den Segen zum fünfzigjährigen Ehe-Jubiläum erhalten hat.
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#20
(19-07-2019, 12:37)Burkl schrieb:
Zitat:Wenn man sich mal Mühe geben muss, jemanden  willentlich zu lieben, dann ist dieser Jemand meist  ein ganz kranker egozentrischer "Psychonaut", der schon sehr geübt darin ist, die totale Kontrolle über die Gefühle und Gedanken seine Mitmenschen zu übernehmen. 
Diese falsche Sicht ist auch ein Grund, warum so viele Ehen scheitern. Das Ausbleiben von "Prickeln" und "Bauchgefühl" wird als Verlorengegangensein der Liebe interpretiert.

Der Grund dafür, warum heutzutage im Gegensatz zu früher, viele Ehen scheitern, ist die dahingehende Entwicklung, dass Frauen nicht mehr wie einstmals, auf  Verderb und Gedeih von der Versorgung durch einen Ehegatten abhängig sind, Burkl. Es gibt auch heute noch genug Ehen die nicht scheitern.. weil sich da zwei Menschen getroffen haben, die zum einen viele gemeinsame Interessen haben.. welche man auch ohne Liebesbeziehung gemeinsam haben kann und zum andern, weil  keiner der Partner ein besitzergreifender Idiot ist, der die absolute, totale Kontrolle und Macht über die Gefühle und Gedanken des anderen anstrebt. Gerade Männer sind diesbezüglich auch schon zu den archaischen Zeiten Abrahams besonders anfällig für solche abartigen Beziehungs- und ehelichen Machtverhältnisse gewesen.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#21
Zitat: Es gibt auch heute noch genug Ehen die nicht scheitern.. weil sich da zwei Menschen getroffen haben, die zum einen viele gemeinsame Interessen haben.
Was ja durchaus gut ist - zu lieben, weil man etwas gemeinsam hat, weil man im weitesten Sinne "etwas davon hat". Diese Stufe der Liebe, welche der Hl. Thomas von Aquin als die grundlegend menschliche ansieht, nennt er Amor concupiscentiae, also in etwa " begehrliche Liebe". Die höhere Stufe der Liebe nennt er Amor benevolentiae, also "wohlwollende" Liebe. Diese Liebe beinhaltet das Gute zuerst für den Anderen zu wollen - der Lohn "steckt" hier also nicht in einer durch die Liebe erwirkten "Gegenleistung", sondern im Akt des Liebens selbst, der den Menschen ganz erfüllt und glücklich macht.
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#22
(19-07-2019, 13:17)Burkl schrieb: Diese Stufe der Liebe, welche der Hl. Thomas von Aquin als die grundlegend menschliche ansieht, nennt er Amor concupiscentiae,

Der heilige Thomas von Aquin war ein bösartiger Egozentriker, Burkl.
Sein Vorschlag war es, alle Menschen umzubringen, die von seinem wahren Glauben abwichen. Was will eine solche Katastrophe an menschlicher Dummheit dann noch über die Liebe reden?
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#23
Zitat:Sein Vorschlag war es, alle Menschen umzubringen, die von seinem wahren Glauben abwichen. 
Könntest du da bitte das Original-Zitat bringen, aus dem du das ableitest?
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#24
Bin zwar gerade beim Anrichten von Tiroler Knödel mit Specksalat für meine Herzallerliebste... aber sie meint ich soll dich nicht warten lassen: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Inquisition.html
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#25
(19-07-2019, 13:43)Geobacter schrieb: Bin zwar gerade beim Anrichten von Tiroler Knödel mit Specksalat für meine Herzallerliebste... aber sie meint ich soll dich nicht warten lassen: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Inquisition.html
Das ist aber kein Originalzitat, sondern ein ganzer Artikel.
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#26
(19-07-2019, 13:51)Burkl schrieb:
(19-07-2019, 13:43)Geobacter schrieb: Bin zwar gerade beim Anrichten von Tiroler Knödel mit Specksalat für meine Herzallerliebste... aber sie meint ich soll dich nicht warten lassen: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Inquisition.html
Das ist aber kein Originalzitat, sondern ein ganzer Artikel.

Ja freilich, Burkl.. dieser ganze Artikel würde auch dir mal gut tun. Ansonsten findest du das Zitat auch selber irgendwo.. Unter Wikipedia: Thomas von Aquin... z.B.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#27
(19-07-2019, 13:55)Geobacter schrieb:
(19-07-2019, 13:51)Burkl schrieb:
(19-07-2019, 13:43)Geobacter schrieb: Bin zwar gerade beim Anrichten von Tiroler Knödel mit Specksalat für meine Herzallerliebste... aber sie meint ich soll dich nicht warten lassen: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Inquisition.html
Das ist aber kein Originalzitat, sondern ein ganzer Artikel.

Ja freilich, Burkl.. dieser ganze Artikel würde auch dir mal gut tun. Ansonsten findest du das Zitat auch selber irgendwo.. Unter Wikipedia: Thomas von Aquin... z.B.

Ich habe auch etwas für dich zum Nachlesen:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem
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#28
Wink 
Zitat:Bin zwar gerade beim Anrichten von Tiroler Knödel mit Specksalat für meine Herzallerliebste
Ich hoffe es hat ihr gut geschmeckt... Icon_wink
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#29
(19-07-2019, 14:26)Burkl schrieb:
Zitat:Bin zwar gerade beim Anrichten von Tiroler Knödel mit Specksalat für meine Herzallerliebste
Ich hoffe es hat ihr gut geschmeckt... Icon_wink

Tiroler-Knödel sind nicht so ganz mein Fall, aber für meiner Herzallerliebsten ihre Essgewohnheiten, kann ich da gerne auch mal etwas zurücktreten. Hab mich halt an den Salaten gütlich getan. Mein Gaumen ist eher mehr auf die mediterrane Küche eingewöhnt. Ob es ihr geschmeckt hat weis ich nicht.. sie hat selber gekocht. Ich hab nur angerichtet.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#30
(19-07-2019, 08:14)Burkl schrieb: Für mich ist das Wesentliche so auszudrücken:
"Gott spricht zum Menschen durch die sichtbare Schöpfung. Der materielle Kosmos bietet sich dem Verstand des Menschen dar, damit er in ihm die Spuren seines Schöpfers wahrnehme. Licht und Nacht, Wind und Feuer, Wasser und Erde, Bäume und Früchte sprechen von Gott und versinnbildlichen zugleich seine Größe und seine Nähe."
Nein, das tut ER eben nicht! Es ist ganz wesentlich und würde den Dialog der Menschen untereinander sehr fördern, wenn hier klarer formuliert würde, dass es sich um ein Bekenntnis handelt. Bekenntnisse sind Vereinbarungen unter uns Menschen, die gewisse Sichtweisen unter uns regeln. Man kann ihnen zustimmen, oder man kann es lassen und sich etwas anderes zurechtlegen.

(19-07-2019, 08:14)Burkl schrieb: Ähnlich wie wir die Dinge nur im Licht sehen können, spricht in der ganzen Schöpfung eine verborgene, »höhere« Gegenwart mit, die erst im Glauben faßbar wird.
Hierbei wird durch "»höhere« Gegenwart" vernebelt, dass solche Beobachtungen vollkommen ausgeschlossen sind. Denn das voraus gehende Bekenntnis zu Gott und der Schöpfungsidee wird geflissentlich verschwiegen.
Religion spielt sich allein auf der Vorstellungsebene ab. Jeder Rückgriff auf Beobachtungen ist irreführend.
Ich glaube dir ja, dass auf der Grundlage eines lebenslang verfestigten Bekenntnisses dir die Dinge so erscheinen (mentales Training!). Gleichwohl führt keine Beobachtung auf Gott sondern allein das Bekenntnis - sogar beschränkt auf die Gemeinde der Gläubigen.

(19-07-2019, 08:14)Burkl schrieb: Glaube und Wissenschaft sind also unterschiedliche Betrachtungsweisen der einen Wirklichkeit, die sich gar nicht "ins Gehege" kommen können.
Das sehe ich genauso, wenn auch aus anderem Grund - oder deine Darstellung trifft nicht den Kern des Vereinbarungs- und/oder Beziehungscharakters von Bekenntnissen.

Ich habe bei all dem auch z. B. den interreligiösen Dialog oder sogar den religiösen Fanatiker im "Hinterkopf". Wenn wir lernen, religiöse Vorstellungen als intersubjektive Betrachtungsweise zu verstehen, können wir kaum in den Wahn verfallen, einander missionieren zu müssen. Andere denken halt anders! Gleichwohl können wir gemeinsam an den Problemen der Welt arbeiten.

(19-07-2019, 08:14)Burkl schrieb: Augustinus bedauert einerseits Menschen denen die Ebene des Glaubens fehlt und die nur rational-wissenschaftlich sehen können. Andererseits kritisiert er aber auch einen ihm bekannten Manichäer dafür, dass jener sich anmaßend verhält, indem er über wissenschaftliche Dinge Unsinniges spricht - quasi unter "Berufung" auf dessen religiöse Autorität. Ferner kritisiert er auch christliche Mitbrüder, die ohne eine Ahnung zu haben auf wissenschaftlichem Gebiet "mitreden".
Diese Sicht des Augustinus übersieht, dass das christliche Bekenntnis eins unter (unendlich) vielen ist. Es gibt praktisch keine Menschen, die die Welt nur rational-wissenschaftlich sehen. Aber es gibt viele Menschen, für die ihre Religion die einzig mögliche Sichtweise ist. Und das ist falsch und gefährlich, wie die historische Entwicklung gezeigt hat.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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