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Dämonen, geistige Kriegsfuehrung und Reich der Finsternis
(03-09-2019, 08:28)Ulan schrieb:
(02-09-2019, 22:15)Claro schrieb: Wie gesagt, es ist unerheblich ob es zu dem Text eine reale eherne Schlange gibt oder nicht.
Schön wenn es sie gibt, ja und.
Kein Mensch bleibt bzw kommt zum Leben durch das anschauen einer ehernen Schlange.
Menschen kommen zum Leben durch das Wort, durch das wahre Wort, oder wie bei Mose, wenn man Ihnen ihre Falscheit bzw Lüge vor Augen führt, damit sie sich davon abwenden.
Wäre der Text wie Du meinst in Bildern, in Symbolen geschrieben, wäre er wohl mehr oder weniger sinnlos.

Hier liegt die Konfusion, die ich ansprach. Nochmal: Du interpretierst den Text hier als Bilder. Du gibst dem Text einen uebertragenen Sinn, weil Du ihn als Bild interpretierst. Im konkreten Fall ist das Aufblicken zu der Schlange fuer Dich ein Bild fuer Erleuchtung, wie Du Sinai erklaerst.

Ein Bild würde ich mir dann machen, wenn ich in Bezug auf den Text Israeliten im Kopf hätte, die auf eine eherne Schlange aufschauen.
Stattdessen versuche ich herauszufinden, was das Wort bedeutet, auf was es hinweist, mit welchem es verwandt ist.

blicken > bleich > blass, hell
Es entspricht somit wohl mehr einem „hellen Köpfchen“, also einer Bewußtwerdung.

Diese Deutung halte ich für logisch, weil so  der Text einen Sinn ergibt und mithin auch den Erfahrungen und Tatsachen entspricht.
Heilsam ist das Bewußtsein darüber,was das Leiden verursacht und nicht das bloße schauen auf einen Gegenstand.

(03-09-2019, 08:28)Ulan schrieb:
(02-09-2019, 22:15)Claro schrieb:
Ulan schrieb:Ich sehe jetzt wirklich nicht, inwieweit die Annahme des "Boesen an sich" oder des "Guten an sich" irgendetwas zur Ursachenfindung beitragen wuerde. Das ist eine Scheinloesung, die ein Platzhalter fuer die Erkenntnis, dass man es nicht weiss, ist.

Das Gute und das Böse selbst ist die Ursache.
Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich unser Dasein.
Der Mensch ist nicht die Ursache des Guten und des Bösen
und der Mensch hat auch nicht die Macht das Gute oder das Böse zu bestimmen, es sind gegebene Kategorien des Geistes.

Der Mensch hat je nach Charakterstärke die Macht das Gute und das Böse zu wählen.
„Ich habe Dir das Gute und das Böse vor Augen geführt.Wähle das Gute!“ steht sinngemäß geschrieben.
Nun, wirklich erklaeren tut das trotzdem nichts. Vor allem steht aber natuerlich die Praemisse hier auf wackeligen Beinen. Was gut und was boese ist, wird letztlich von Menschen entschieden. Wer sollte das sonst tun?

Kein Mensch entscheidet zB das Liebe gut ist und kein Mensch entscheidet, dass ein  Verbrechen böse ist, denn dass was es ist, ist es aus sich selbst heraus.
Das ist seine Wahrheit, unabhängig wie Einzelne das beurteilen.

(03-09-2019, 08:28)Ulan schrieb:
(02-09-2019, 22:15)Claro schrieb:
Ulan schrieb:Verbindlichkeit ist immer Vereinbarungssache. Ob das Soziologie, Humanismus oder irgendeine Religion ist, spielt dabei keinerlei Rolle.
Eine Rolle spielt eine wahrhaftige Verbindung der Menschen untereinander dann, wenn die besondere Würde des Menschen definiert werden soll, die dann ausnahmslos auf alle Menschen angewendet werden soll.
Eine willkürlich vereinbarte Verbindlichkeit bricht unter Last, mitunter sehr schnell zusammen.
Ich zaehle Religionen unter willkuerliche Vereinbarungen. Menschen verschiedener Regionen haben da unterschiedliche Ansaetze gefunden, auch was solche Fragen angeht.

Religion ist ja der Versuch einer gedanklichen Rückbesinnung bis zum Ursprung und keine Vereinbarung.
Das Ergebnis dieser Gedanken und das damit zusammenhängende Regelwerk der verschiedenen Religionen, kann mitunter willkürlich vereinbart sein.

(03-09-2019, 08:28)Ulan schrieb:
(02-09-2019, 22:15)Claro schrieb: Um dem Leben jedes Einzelnen eine Würde zu geben die unantastbar ist, braucht es einen wahren Grund, der von willkürlichen Vereinbarungen unabhängig ist.
Dieser wahre Grund ist durch den Geist, der Form des Denkens, gegeben.
Als religiöser Mensch sagt man, der Wert des Menschen ist durch Gott der Geist ist, begründet.
Diese Verbindung im Geiste ist einzigartig und nirgends sonst, kann der Mensch den wahren Wert des menschlichen Lebens ableiten.

Der Einzelne ist auf seinen Nächsten unbedingt angewiesen, macht ihn sein Nächster ja erst zum Menschen.
Ohne seinem Nächsten, ohne ein adäquates Gegenüber, erkennt der Einzelne sich selbst nicht als Mensch.
So ist jeder einzelne Mensch der Möglichkeit nach unendlich wertvoll für das Leben des Anderen.

Nun, der Humanismus hat genau dieselben Grundlagen und kommt zu denselben Schluessen. Mit Religiositaet hat das also alles gar nichts zu tun.

Hätte der Humanismus die selben Grundlagen, wäre er wohl eine Religion.
Ich würde eher sagen, er hat sich von dieser im Laufe der Zeit verabschiedet und das war ein Rückschritt.
Ihm ist die allgemeine, wahre Verbindung unter den Menschen verloren gegangen.
Der Humanismus leitet zwar Tugenden von den Religionen ab, ihm ist aber der Maßstab, der wahre Grund verloren gegangen und ist somit nicht mehr, als eine willkürliche Vereinbarung.

Willkürliche Vereinbarungen haben es an sich, daß unter Belastung, das Subjektive immer am höchsten eingeschätzt wird und die Allgemeinheit mehr oder weniger außen vor gelassen wird.
In weiterer Folge brechen alle willkürlich vereinbarten,  guten Vorsätze, dadurch auseinander.
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RE: Dämonen, geistige Kriegsfuehrung und Reich der Finsternis - von Claro - 17-09-2019, 15:34

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