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Ist bisher nur ein Mensch in den Himmel gekommen?
#16
Es stimmt die Juden haben die Wiederkunft Elias erwartet aufgrund der Worte des Propheten Maleachis. Jesus stellte klar, dass sich das erfüllte durch das Wirken von Johannes des Täufers. Johannes war aber nicht der Wiedergeborene Elias, sondern er sollte in der Kraft Elias auftreten, wie das der Engel Gabriel seinem Vater erklärte. Elia, wuerde also nicht selbst wiederkommen.

MfG Rixbib
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#17
(13-03-2020, 16:23)Sinai schrieb: Das apokryphe Buch aus der in Äthiopien gefundenen Schrift in äthiopischer Sprache brauchen wir nicht zu bemühen. Denn in der Bibel wird die Himmelfahrt von Henoch erwähnt:

"Henoch war seinen Weg mit Gott gegangen, dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen." 1 Mose 5,24

"Henoch ging seinen Weg mit dem Herrn und wurde entrückt . . . " Sir 44,16

Nur zur Klarstellung: das Buch wurde nicht "in Aethiopien gefunden" oder "in aethiopischer Sprache" verfasst; es wurde urspruenglich auf Hebraeisch geschrieben und ist unter anderem auch aus Qumran bekannt - nur halt nicht vollstaendig. Das Buch ist, wie gesagt, Teil der Bibel in Aethiopien, und die aethiopische Uebersetzung wurde deshalb dort vollstaendig bewahrt.
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#18
(13-03-2020, 17:05)Rixbib schrieb: Also zur sogenannten Entrückung von Henoch, eine Nachfrage von mir. Soll Henoch lebendig entrückt worden sein, zu Gott im Himmel. Oder ist er gestorben und dann in den Himmel? Welche Vorstellung existiert darüber?

Beide, Henoch und Elias, wurden lebendig in den Himmel entrueckt und lebten nach juedischer Vorstellung dort ewig an Gottes Seite weiter.

(13-03-2020, 17:16)Rixbib schrieb: Es stimmt die Juden haben  die Wiederkunft Elias erwartet aufgrund der Worte des Propheten Maleachis. Jesus stellte klar, dass sich das erfüllte durch das Wirken von Johannes des Täufers. Johannes war aber nicht der Wiedergeborene Elias, sondern er sollte in der Kraft Elias auftreten, wie das der Engel Gabriel seinem Vater erklärte. Elia, wuerde also nicht selbst wiederkommen.

Sowohl das Johannes-Evangelium wie auch die vorgeschobenen Kapitel des Lukas-Evangeliums sind relativ spaete Texte, die anscheinend den eher juedischen Vorstellungen, wie man sie noch im Markus-Evangelium findet, wo Johannes als Elija beschrieben wird, einen Riegel vorschieben wollten.
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#19
Beitrag # 15
(13-03-2020, 17:05)Rixbib schrieb: Also zur sogenannten Entrückung von Henoch, eine Nachfrage von mir. Soll Henoch lebendig entrückt worden sein, zu Gott im Himmel. Oder ist er gestorben und dann in den Himmel?


Du stellst mit Deiner Nachfrage viel zu hohe Erwartungen an die Diskussionsteilnehmer Icon_smile
Woher sollen wir denn das wissen?

Zuerst einmal solltest Du das nicht alltägliche deutsche Kunstwort "entrücken" ins Bibelhebräische zurückverfolgen. Welches althebräische Wort steht da? Was bedeutete es zur Zeit der Niederschrift dieses Textes? Wie kann es interpretiert werden?

Henoch wurde wohl in einen himmelfahrtstauglichen Zustand versetzt, denn ein menschlicher Körper platzt in großer Höhe - das wissen Piloten von Kampfjets, die in großer Höhe (in der Stratosphäre) abgeschossen werden und sich mit dem Schleudersitz retten wollen. Dort oben ist fast schon Vakuum und die Adern der Augen zerplatzen im Unterdruck und das Blut beginnt zu "kochen" das heißt daß die im Blut gelösten Gase (Sauerstoff und CO2) expandieren und das Blut zum schäumen bringen. Zehn Sekunden nach dem Ausstieg aus der Druckkabine ist der Mensch mausetot
Noch bevor ihm Atemnot und Kälte zu schaffen machen

Man kann nur vermuten, daß der Körper des Henoch dergestalt verändert wurde, daß er im Himmel weiterleben konnte - unempfindlich gegen Vakuum, Sauerstofflosigkeit und Kälte, zudem schwerelos
Und ohne das Erfordernis zu Essen und zu Trinken

Wie man sich das vorstellen soll, weiß kein Mensch. Seit Jahrtausenden rätseln Forscher darüber: Sadduzäer, Schriftgelehrte, Rabbiner und dann später christliche Päpste
Keiner konnte eine brauchbare Erklärung liefern. "Brauchbar" im Sinne daß sie von Erdenmenschen verstanden werden kann. Ist eben ein Wunder
Genau so ein Wunder wie die Entstehung des Lebens auf der Erde
Genau so ein Wunder wie die Teilung des Roten Meeres
Genau so ein Wunder wie das Manna
Genau so ein Wunder wie das Gehen Jesu auf dem Wasser
Genau so ein Wunder wie die Auferstehung und spätere Himmelfahrt Jesu
Wer hier hartnäckiger Atheist ist und bleibt, wird keine Antwort finden und kann sich das Fragen sparen

In anderen Worten: die Entrückung des Henoch ist um kein Jota leichter oder schwerer vorstellbar wie die Sintflut oder das Anhalten der Sonne in Josua 10:13
"Und die Sonne blieb stehen / und der Mond stand still, / bis das Volk an seinen Feinden Rache genommen hatte. Das steht im «Buch des Aufrechten». Die Sonne blieb also mitten am Himmel stehen und ihr Untergang verzögerte sich, ungefähr einen ganzen Tag lang."

Ist doch mindestens ein genau so großes (wenn nicht viel größeres) Wunder als die Entrückung des Henoch

Wer das mit dem Stillstand der Sonne glaubt, hat auch keine Schwierigkeiten mit der Entrückung des Henoch

Wer die Entrückung des Henoch nicht glaubt, glaubt auch nicht an den Stillstand der Sonne und an die Existenz des Turmbauprojekts zu Babel

Der soll dann auch nicht an einer religiösen Diskussion teilnehmen - jedenfalls ist seine Meinung nicht gefragt



Du schreibst in Beitrag # 1
(12-03-2020, 18:44)Rixbib schrieb: Diese Frage stelle ich mal zur Diskussion. Als Bibel Vers gebe ich Johannes 3:13 an

Es ist noch nie jemand zum Himmel hinaufgestiegen außer dem Menschensohn, der vom Himmel herab auf die Erde gekommen ist


Offenbar ist das so gemeint, daß Jesus der einzige war, der selbst zum Himmel hinaufgestiegen ist, während Henoch (1 Mose 5:24) und Elias (2 Könige 2:11) zum Himmel geholt wurden

"Entrückt werden" ist wohl nicht dasselbe wie "hinaufsteigen"
Das erste ist passiv, das zweite ist aktiv

Wie dem auch sei - ich finde es ist sinnlos hier zu feilschen zu beginnen - welches Wunder glaube ich und welches nicht. Eine derartige Entscheidung ist höchst subjektiv

Närrisch zu sagen "Wunder A glaube ich nicht - Wunder B glaube ich aber schon"
oder "Wunder X glaube ich - Wunder Y aber glaube ich nicht"

Hier zu selektieren ist von Haus aus unaufrichtig 
Differenzieren zu wollen, welches Wunder noch tragbar ist und welches nicht
Hier begibt man sich auf sehr dünnes Eis
Entweder alles oder nichts

Der Atheist soll Atheist bleiben und der Bibelgläubige soll Bibelgläubiger bleiben.
Jedes feilschen hier wirkt lächerlich Icon_cheesygrin

Ich habe mich damit abgefunden, daß 10 % der Deutschen Atheisten sind und 10 % Bibelgläubige

Was ich aber unsinnig finde ist es, wenn sich da Mischtypen ergeben - Leute die sich anmaßen willkürlich zu entscheiden was zu glauben ist und was nicht

Drei Viertel Atheist und doch ein Viertel bibelgläubig - oder 80 % bibelgläubig aber 20 % atheistische Gedanken predigend

Das ist doch alles Käse
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#20
(14-03-2020, 02:20)Sinai schrieb: Wie dem auch sei - ich finde es ist sinnlos hier zu feilschen zu beginnen - welches Wunder glaube ich und welches nicht. Eine derartige Entscheidung ist höchst subjektiv

Glauben ist immer subjektiv.

(14-03-2020, 02:20)Sinai schrieb: Närrisch zu sagen "Wunder A glaube ich nicht - Wunder B glaube ich aber schon"
oder "Wunder X glaube ich - Wunder Y aber glaube ich nicht"

Das moegen Du oder der Pfarrer auf der Kanzel so sagen, aber die Glaeubigen werden das immer so tun, egal was Fundamentalisten darueber denken.

(14-03-2020, 02:20)Sinai schrieb: Hier zu selektieren ist von Haus aus unaufrichtig 
Differenzieren zu wollen, welches Wunder noch tragbar ist und welches nicht

Das hat nichts mit Unaufrichtigkeit zu tun. Es ist hoechstens inkonsequent. Wer auf all die Widersprueche in den heiligen Texten schaut, kann anderenfalls nur feststellen, dass es sich hier um Maerchenbuecher handelt, da ja wegen der Widersprueche nicht alle Texte gleichzeitig wahr sein koennen.

(14-03-2020, 02:20)Sinai schrieb: Der Atheist soll Atheist bleiben und der Bibelgläubige soll Bibelgläubiger bleiben.
Jedes feilschen hier wirkt lächerlich Icon_cheesygrin

Das ist mal wieder Deine falsche Dichotomie, die Du so gerne anfuehrst. Es gibt nicht nur diese beiden Moeglichkeiten, sondern auch die, den Text spirituell zu interpretieren, also als an Geschichten aufgehaengte Lehrstuecke. So haben das viele Glaeubige und Kirchenlehrer ueber die Zeiten getan.
Sich hier ueber "Feilschen" zu beschweren, ist eine extremistische Position, die an jeder Wirklichkeit zerschellen muss.

(14-03-2020, 02:20)Sinai schrieb: Ich habe mich damit abgefunden, daß 10 % der Deutschen Atheisten sind und 10 % Bibelgläubige

Was ich aber unsinnig finde ist es, wenn sich da Mischtypen ergeben - Leute die sich anmaßen willkürlich zu entscheiden was zu glauben ist und was nicht

Drei Viertel Atheist und doch ein Viertel bibelgläubig - oder 80 % bibelgläubig aber 20 % atheistische Gedanken predigend

Das ist doch alles Käse

Ja, das ist Kaese, weil Du, wie eigentlich immer, die Woerter "Atheist" und "Atheismus" missbrauchst; nichts von dem, was Du hier diskutierst, tangiert Atheismus auch nur im geringsten. Diese Woerter haben rein gar nichts damit zu tun, ob man an irgendwelche Bibeltexte glaubt oder nicht. Auch wer die ganze Bibel fuer ein betruegerisches Machwerk haelt, ist nicht zwangslaeufig ein Atheist. Um das herauszufinden, muesstest Du ihn fragen, ob er an Gott glaubt.

Ansonsten diskutiere ich hier nur, was der Text sagt. Dass ich nicht glaube, dass auch nur irgendeine dieser Geschichten "wahr" ist im Sinne von dass sie tatsaechlich passiert sind, steht auf einem anderen Blatt und hat mit dem Thema nichts zu tun.
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#21
(14-03-2020, 08:33)Ulan schrieb:
(14-03-2020, 02:20)Sinai schrieb: Der Atheist soll Atheist bleiben und der Bibelgläubige soll Bibelgläubiger bleiben.
Jedes feilschen hier wirkt lächerlich Icon_cheesygrin

Das ist mal wieder Deine falsche Dichotomie, die Du so gerne anfuehrst. Es gibt nicht nur diese beiden Moeglichkeiten, sondern auch die, den Text spirituell zu interpretieren, also als an Geschichten aufgehaengte Lehrstuecke. So haben das viele Glaeubige und Kirchenlehrer ueber die Zeiten getan.


Der heute oft propagierten Idee eines "kergymatischen Jesus" vermag ich wenig abzugewinnen

Das mag zwar einem guten Zweck dienen (ob die Ziele im Einzelnen gut oder schädlich sind kann Wissenschaftlich seriöserweise nicht beurteilt werden) - aber es hat mit Christentum nichts zu tun. Man will halt einen "kergymatischen Jesus" an den die Massen halt glauben, vor seinen Karren spannen

Überpointiert - aber wahr - könnte man sagen, daß denen auch ein "göttlicher Käfer" ins Zeug passen würde, solange die Masse daran glaubt
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#22
"Kerygma" ist ein christlicher Ausdruck, und das Prinzip ist der Kern des Christentums. Sich also ueber den Aspekt aufzuspulen, ist vollkommen am Punkt vorbei. Jeder Christ setzt sich grundsaetzlich mit dem kerygmatischen Jesus auseinander, egal, ob ihm das bewusst ist oder nicht. Das hat also nicht "nichts mit dem Christentum zu tun", sondern ist, im Gegenteil, das Herz des Christentums.

Wir hatten das doch schon am Beispiel, als Jesus auf dem Wasser ging und Petrus unterging. Wer diesen Text als Tatsachenbegriff liest, interpretiert ihn als Zirkusnummer ohne tieferen Sinn. Wer den Text auf seine Bedeutung untersucht, erkennt die Aussage. Insofern stellt sich die Frage, ob die Autoren selbst ihre Geschichten je als historisch verstanden wissen wollten, wenn der Sinn des Texts beim woertlichen Lesen verloren geht.
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#23
(12-03-2020, 18:44)Rixbib schrieb: Diese Frage stelle ich mal zur Diskussion. Als Bibel Vers gebe ich Johannes 3:13 an

Es ist noch nie jemand zum Himmel hinaufgestiegen außer dem Menschensohn, der vom Himmel herab auf die Erde gekommen ist

Besagter Vers entstammt dem Gespräch Jesu mit Nikodemus. Dabei erklärt Jesus dem Nikodemus, dass wenn er als jüdischer Gelehrter (Meister) schon irdischen Dingen, die er, Jesus, ihm sagt, nicht glaubt, wie wenig er dann wohl geistigen Dingen Verständnis entgege brächte!

Und dann sagt er dem Nikodemus, vermutlich als Verdeutlichung des Gesagten, dass bisher noch keiner in den Himmel einging, es sei denn er wäre von dort gekommen.

Damit soll vielleicht gesagt sein, dass nur die Propheten und Christus nach dem Tod in den Himmel eingehen können, da ihre Seele vorgeburtlich von dort kommt. Im Gegensatz zu allen Menschen, denn an anderer Stelle sagt Jesus: "Ich komme von oben, ihr aber kommt von unten, vom Vater der Lüge!" Zwar sagt Jesus dies zu den Pharisäern, es könnte jedoch auf alle Menschen zutreffen.

Dies wiederum könnte auf die eigentliche Aufgabe Jesu hinweisen, nämlich die Erlösung. Durch Jesu Martertod und Sieg gegen eben diesen Vater der Lüge hat ER womöglich erreicht, dass seither die Seelen der Menschen nach dem Tod wieder in den Himmel oder einer Vorstufe davon eingehen können.

Dies heisst nun, dass VOR der Erlösung nur in den Himmel eingehen konnte, wer von dort kam, danach aber grundsätzlich jeder, der einigermassen die Gebote hielt. Somit die Antwort auf die gestellte Frage eigentlich sehr positiv zu beantworten.

lg
Farius
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#24
Beitrag # 1
(12-03-2020, 18:44)Rixbib schrieb: Diese Frage stelle ich mal zur Diskussion. Als Bibel Vers gebe ich Johannes 3:13 an

Es ist noch nie jemand zum Himmel hinaufgestiegen außer dem Menschensohn, der vom Himmel herab auf die Erde gekommen ist


Offenbar ist das so gemeint, daß Jesus der einzige war, der selbst zum Himmel hinaufgestiegen ist, während Henoch (1 Mose 5:24) und
Elias (2 Könige 2:11) zum Himmel geholt wurden
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#25
(13-03-2020, 17:57)Ulan schrieb:
(13-03-2020, 17:05)Rixbib schrieb: Also zur sogenannten Entrückung von Henoch, eine Nachfrage von mir. Soll Henoch lebendig entrückt worden sein, zu Gott im Himmel. Oder ist er gestorben und dann in den Himmel? Welche Vorstellung existiert darüber?

Beide, Henoch und Elias, wurden lebendig in den Himmel entrueckt und lebten nach juedischer Vorstellung dort ewig an Gottes Seite weiter.

"Nach jüdischer Vorstellung", richtig. Doch der Schrift zufolge ist die Zukunft des Menschen nicht der Himmel, sondern die Erde. Zunächst - das heißt für kommenden tausend Jahre, das siebte Jahrtausend = der Weltsabbat - auf der jetzigen winzigen Erde. Danach auf der neuen, weit größeren Erde.
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#26
(21-03-2020, 12:14)konform schrieb:
(13-03-2020, 17:57)Ulan schrieb:
(13-03-2020, 17:05)Rixbib schrieb: Also zur sogenannten Entrückung von Henoch, eine Nachfrage von mir. Soll Henoch lebendig entrückt worden sein, zu Gott im Himmel. Oder ist er gestorben und dann in den Himmel? Welche Vorstellung existiert darüber?

Beide, Henoch und Elias, wurden lebendig in den Himmel entrueckt und lebten nach juedischer Vorstellung dort ewig an Gottes Seite weiter.

"Nach jüdischer Vorstellung", richtig. Doch der Schrift zufolge ist die Zukunft des Menschen nicht der Himmel, sondern die Erde. Zunächst - das heißt für kommenden tausend Jahre, das siebte Jahrtausend = der Weltsabbat - auf der jetzigen winzigen Erde. Danach auf der neuen, weit größeren Erde.


Hui, das ist aber jetzt eine spannende Diskussion geworden.
Ob Henoch und Elias "nach juedischer Vorstellung dort [im Himmel] ewig an Gottes Seite weiterleben" ist nicht gesagt. Wo steht denn das
geschrieben ? Im Tanach steht das jedenfalls nicht geschrieben, vielleicht kennst Du einen diesbezüglichen Talmudkommentar ?

Dass aber Henoch und Elias in den Himmel geholt wurden, steht im Tanach geschrieben.
Anm.: Christen sagen Altes Testament, Juden sagen Tanach

Die Zukunft von zigtausenden Menschen ist laut Bibel im Himmel !
Steht so in der Geheimen Offenbarung
Wenn das jemand nicht glaubt, macht das nichts, aber er argumentiert dann gegen die Bibel
"Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen"
Offenbarung 7:4 Einheitsübersetzung

Und Jesaja und Petrus schreiben ebenfalls über den Himmel als Aufenthaltsort !

"Denn schon erschaffe ich einen neuen Himmel / und eine neue Erde." Jesaja 65:17 Einheitsübersetzung
"Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt." 2. Petrus 3:13 Einheitsübersetzung

Für diejenigen, die nicht zu den in Offenbarung 7:4 Genannten gehören, wartet eine erneuerte Erde als Quartier

Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft
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#27
Noch etwas zum Thema "wohnen im Himmel"

Jesus sagte zu seinen Jüngern:
"Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?" Johannes 14:2 Einheitsübersetzung
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#28
Vielleicht wäre es zielführend, wenn wir in der spannenden Diskussion eine Abkühlpause machen und uns überlegen, was "Himmel" bedeuten könnte

Himmel ist ein deutsches Wort - in der englischen Sprache hat es zwei Übersetzungen: heaven und sky

In der englischen Sprache wird zwischen heaven und sky unterschieden !

Und nun wurde das Neue Testament auf Altgriechisch geschrieben; wieder andere Bedeutung - die Sprache der altgriechischen Mythologie, die aber mit der altgriechischen Alltagssprache verwoben war. Der alte Grieche und auch Johannes 3:13 verwendete den mythologischen Begriff ouranos
"the sky; by extension heaven (as the abode of God); by implication happiness, power, eternity; specifically the Gospel (Christianity): - air,
heaven ([-ly]), sky."
Ein schlimmer Salat - kann alles Mögliche heißen !
heaven (im Sinne der polytheistischen griechischen Mythologie), sky (im Sinne der Alltagssprache der Seefahrer - der Himmel ist bewölkt), aber auch happiness, power, eternity

Jetzt soll der Bibelleser raten, was da gemeint sein könnte Icon_cheesygrin

Und das altgriechische Wort ouranos hängt übrigens stark mit dem altgriechischen Gott Uranos zusammen !

Allerdings kann man den Evangelisten keinen Vorwurf machen, denn der jüdische Tanach (Christen sagen AT dazu) wurde ja bereits Generationen vorher im ägyptischen Alexandria in die griechische Sprache hinübergeschwindelt ("übersetzt" kann man nicht sagen)
Die Septuaginta

Dabei wurde aus dem malach ein griechischer angelos, aus nefesch die psyche, aus scheol gar der hades !!!

Ein unglaublicher Käse, mit dem man nichts anfangen kann. Viel zu unbestimmt und schwammig, der Phantasie des Lesers überlassen

Dann haben wir den original Tanach im alten Bibelhebräisch
Dort wird das, was Luther fälschlich mit dem deutschen Wort "Himmel" bezeichnete, שָׁמֶה genannt
Dieses alte hebräische Wort (zB in 2Kö 2:11) hat im Strong die Nummer H8064
" . . . from an unused root meaning to be lofty; the sky (as aloft; the dual perhaps alluding to the visible arch in which the clouds move, as well as to the higher ether where the celestial bodies revolve): - air, X astrologer, heaven (-s)."

"the visible arch in which the clouds move . . ." Das Himmelsgewölbe ist gemeint

Aber auch "the higher ether where the celestial bodies revolve"

Allerdings kreisen die Himmelskörper sehr hoch und nicht im höheren Äther

Fragen über Fragen
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#29
die christlichen Kirchen hielten lange zeit an der Vorstellung fest, dass der himmel ein eindeutig abgegrenzter ort  innerhalb der körperlichen raumwelt ist. erst mit der bemannten Raumfahrt  musste die kirche die Idee  von der realen Existenz eines göttlichen himmels aufgeben, zumindest im modernen Protestantismus wird  himmel und hölle nur mehr mythologisch gedeutet. bei den evangelikalen und in der römisch katholischen kirche ist der himmel  noch immer sehr real. der katholische katechismus  beschreibt den himmel als ein bild  für die Erfüllung  des menschen und für den "zustand endgültiger Glückseligkeit."
die frühen christen haben ebenso an einen realen himmel geglaubt und haben vergeblich auf den anbruch des reiches gottes  und auf die wiederkunft  Jesus gewartet.
und das ist auch vorteilhaft für die Religion, denn von dort ist noch keiner zurückgekommen und hat berichten können.
so ist  die rede von einem christlichen Schlaraffenland unwiderlegbar.
.
die moderne Wissenschaft  hat Gott aus seinem angestammten platz im himmel vertrieben.
der glaube an ein ewiges postmortales heil im himmel, gehört zu den heroischen Illusionen der Menschheit auf ihren qualvollen Entwicklungsprozess. untrennbar verbunden  mit dem glauben  an ein ewiges postmortales Unheil verewigt er auf verzerrte weise in dem apokalyptischten  gegensatzpaar  von erwählten und verdammten das reale gegensatzpaar  von Ausbeutern und ausgebeuteten. zu den auserwählten sollten nach dem neuen Testament nur wenige gehören, wohingegen  die hölle von einer masse von verdammten  bevölkert sein würde.
so ist die Sehnsucht nach dem  himmel stets begleitet worden von der abgründigen furcht vor dem höllenpfuhl.
beides haben sich die ausbeuter vergangener Jahrhunderte  zunutze  gemacht und in Krisenzeiten zur Vertröstung  und Einschüchterung der massen eingesetzt.
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#30
(21-03-2020, 23:44)edi schrieb: die rede von einem christlichen Schlaraffenland

Du hast nicht verstanden, was ich gesagt habe: in der christlichen Religion ist von zwei Orten die Rede
dem "Himmel" (?) - dort sind die Leute aus den 12 Stämmen Israels (Offenbarung 7:4)
dem wie Du sagst Schlaraffenland auf Erden - dem Paradies


(21-03-2020, 23:44)edi schrieb: das reale gegensatzpaar  von Ausbeutern und ausgebeuteten.

Diese Klassifizierung gefällt mir nicht - eine marxistische Wortwahl - antiquiert wie vor mittlerweile mehr als 100 Jahren


(21-03-2020, 23:44)edi schrieb: zu den auserwählten sollten nach dem neuen Testament nur wenige gehören, wohingegen  die hölle von einer masse von verdammten  bevölkert sein würde.

In der Offenbarung (die ich wegen ihrer Brutalität persönlich nicht zum NT zähle) ist zwar die Zahl derjenigen die in den "Himmel" (?) kommen, beschränkt ("versiegelt" - was auch immer das in heutigem Deutsch heißen mag) - aber über die Zahl der Verdammten gibt die gesamte Bibel meines Wissens keine Auskunft und macht nicht einmal eine Andeutung.
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