26-06-2012, 17:55
(25-06-2012, 19:53)Gundi schrieb: Es ist nun mal Fakt dass Viele Glauben und Theodizee-Problematik unter einen Hut bekommen.
Und das find ich ja so interessant: Es gibt Menschen, die offenbar alles unter einen Hut bekommen: Glauben an Gott, das Theodizee-Problem und darüber hinaus auch noch das Vertrauen, aus ihrem Glauben einen wie auch immer gearteten Nutzen zu ziehen.
Ekkard hat da eine super Haltung zusammengefasst, wie man trotz Theodizee-Problematik aus der Religion an sich einen Nutzen ziehen kann (Danke übrigens für die ausführliche Meinung
Allerdings beschleicht mich die Ahnung, dass eine solche Haltung auch funktioniert, ohne dass Gott existiert.
Will heißen: Das Prinzip der Selbstverpflichtung gelingt auch außerhalb von religiösem Kontext. Gott oder auch Religion ist da eigentlich unnötig, wenngleich vielleicht auch zunächst einmal nützlich...
Aber, wenn ich Ekkard richtig verstanden habe kann er weder die Hoffnung auf Rettung in der Not in diesem Leben aus seinem Glauben ableiten, noch die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Und immerhin gibt es einen ganzen Haufen Leute, die darin den Kern dessen sehen, was ihren Glauben so stark macht. Die sind ja wahrscheinlich auch nicht alle auf den Kopf gefallen... Ignorieren die alle die Theodizeeproblematik oder wie? Das frag ich mich schon...

