16-04-2009, 01:21
(15-04-2009, 12:12)Rao schrieb: Eine Erkenntnis kann auch die sein, daß man jahrelang einem Irrglauben aufgesessen ist...Ja, schönes Wortspiel, aber hier nicht gemeint - meiner Meinung nach!
...
Wie definierst du den Unterschied?
In dem m. E. hier gebrauchten Sinn gibt es keinen "Irrglauben". Glaube ist eine besondere Form der Weltanschauung, so wie Petronius meint. Ich selbst setze Weltanschauung mit Glaube gleich. Und Weltanschauung definiert, wie ich die Welt und die Mitmenschen wahrnehme und welche Haltung ich einnehme. Das kann sich wandeln; damit ist aber die vorher bestehende Weltanschauung kein "Irrglaube". Bei dieser Art Vorgang spricht man höchstens von einem 'Paradigmenwechsel'.
Wenn etwas in der Gefahr steht, falsifiziert zu werden, dann ist dieses Etwas eine Hypothese. Deren Aussage kann ich natürlich glauben (sie für wahr halten). Sollte die Hyppthese tatsächlich falsch sein, dann war dieses für-wahr-Halten ein Irrglaube.
Ich denke schon, dass man diese Glaubensarten auseinander halten muss.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

