(05-05-2010, 16:03)Polski schrieb: Der Islam wird Deutschland nicht "erobern". Er wird nur die Religion sein, der die meisten Menschen in Deutschland angehören wird, weil es in 50 oder 100 Jahren einfach nicht mehr "genügend" Christen geben wird, da die Zahl der Deutschen ohne Migrationshintergrund abnimmt und die auch die Zahl der Deutschen, die der christlichen Religion angehören.
nun ist es ja schon etwas vermessen, "migrationshintergrund" pauschal mit "islam" gleichzusetzen und sei es nur, um den status quo linear auf die zukunft zu projizieren
genausogut können sich die menschen von heute "mit migrationshintergrund" in 50-100 jahren ebenso in die deutsche gesellschaft integrieren, wie das bei den vor 100 jahren zugewanderten polnischen bergarbeitern im pott der fall war - die in sachen katholizität ja auch nicht mehr dem bild von früher (oder in polen selbst heute noch) entsprechen
Zitat:Das hat nichts mit gut oder schlecht zun tun. Es ist aber nicht automatisch richtig zu schlußfolgern, das es "ausreichend" Atheisten geben wird, die die Zahl der Gläubigen übertreffen wird. Es sei denn, die Menschen mit Migrationshintregrund wenden sich in den nächsten 50 bis 100 Jahren auch massenweise von ihrer Religion ab. Das könnte natürlich passieren aber dafür sehe ich im Moment zumindest noch keine Anzeichen
ich schon. die muslime, mit denen ich zu tun habe (das sind natürlich die "integrierten"), sind nicht weniger säkular als die christen und betrachten religion als ihre privatsache
integration natürlich ist keine einbahnstraße - it takes two to tango
(05-05-2010, 16:03)Polski schrieb: Ansonsten stimme ich Dir zu, das der Islam in Deutschland entweder verteufelt oder schöngeredet wird. Und das macht eine sachliche Diskussionen eben nicht gerade leichter. In Polen stellt sich diese Frage (noch) nicht, da hier ca 90 Prozent der Bevölkerung Katholiken sind. Nur eine Minderheit der Tataren sind Muslime, die aber friedlich ihren Glauben leben und sich an die landesüblichen Gesetze in Polen halten.
also nicht anders als hier in d auch. nur eine minderheit der in d lebenden (hauptsächlich türkischer abstammung) sind muslime, die aber friedlich ihren glauben leben und sich an die landesüblichen gesetze in d halten
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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