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Adam und Eva
#1
Die Geschichte von Adam und Eva die Paradies-Geschichte
Über die Paradies-Geschichte gibt es theologische Studien und viele Spekulationen

Das alte Judentum hatte seine Ansichten dazu. Dann kam es zur Spaltung in religiöse Richtungen: die Lehre der Pharisäer wich von der Lehre der Sadduzäer ab
Das Christentum hatte seine eigene Meinung
Diese spaltete sich spätestens 1054

Interessant wären Eure Meinungen zu diesem Thema

Ich siedle das Thema im Bereich Christentum an, aber es wäre wohl genauso in den Bereich Judentum oder in den Bereich Atheismus passend - da bei diesem Thema neben christlichen Positionen auch jüdische oder atheistische Positionen zu erwarten sind.
Selbst polytheistische Positionen treten hier auf:

Religionsübergreifendes und Interreligiöses > Mein polytheistisches Christsein
Beitrag # 8
(24-10-2019, 22:08)Fischiot schrieb: "Und die Götter (Elohim) sprachen, lasst UNS Menschen machen, ein Bild, dass UNS gleich sei..."

Es handelt sich um Mehrzahl


Christentum und Theologie > Warum haben die Elefanten so große Ohren ? (zum Thema "Evolutionstheorie")
Beitrag # 66
(18-10-2019, 17:16)Sinai schrieb:
(18-10-2019, 14:14)Ulan schrieb: Ich denke, die RKK hat sich bei der Interpretation der Paradies-Geschichte grundsaetzlich verrannt.


Nun, da bin ich auf Deine Interpretation der Paradies-Geschichte gespannt
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#2
(26-10-2019, 00:42)Sinai schrieb: Die Geschichte von Adam und Eva die Paradies-Geschichte
Über die Paradies-Geschichte gibt es theologische Studien und viele Spekulationen


Nun, da bin ich auf Deine Interpretation der Paradies-Geschichte gespannt

Für Atheisten, die allesamt in ihrer Weltanschauung in der Evolutionstheorie verwurzelt sind, war das Paradies ein heißfeuchter Dschungel, in dem die süßesten Früchte hoch oben in den Bäumen wuchsen und weswegen dass Paradies nicht für alle ein Paradies gewesen ist. Adam und Eva hatten noch lange Arme und eine sehr lange Wirbelsäule, die zum Teil als Fall-Stabilisator für weite Sprünge von Baum zu Baum verwendet wurde.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#3
Vielleicht kann man die Geschichte mal aufrollen, ohne das in die hundertste Diskussion ueber Evolution entgleiten zu lassen. Allerdings haben wir diese Diskussion jetzt auch schon x-mal gefuehrt.

Bei Sinai's letztem Thread zu dieser Frage entglitt das Thema, weil er sich mal wieder nicht von einer woertlichen Annahme von vegetarischen Loewen und Tigern loesen konnte (bitte nicht nochmal, das hatten wir gerade letzte Woche wieder):
Existiert das alte Paradies noch?

Zwei weitere Diskussionen zum Thema:
Ein irdische Paradies - nur ein Traum?
Adam und Eva (eigene Interpretation)

In letzterem Thread habe ich Sinais Frage hier beantwortet, und er hat es auch schon kommentiert. 
Wenn man alles dauernd vergisst, mag es natuerlich immer wieder "spannend" sein Icon_smile .
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#4
(26-10-2019, 09:14)Ulan schrieb: In letzterem Thread habe ich Sinais Frage hier beantwortet, und er hat es auch schon kommentiert. 
Wenn man alles dauernd vergisst, mag es natuerlich immer wieder "spannend" sein Icon_smile .

Letztendlich läuft es halt immer wieder auf das Gleiche und Selbige hinaus, eine ultimative Ausrede  zu erfinden, die beweist, dass es einfach nicht gerecht ist, im Biologieuntericht nicht auch die Schöpfungsgeschichte mit einzubeziehen.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#5
Die Crux hier ist die unselige Entscheidung der Kirche, sich auf eine historische Auslegung der Texte festzulegen, was dann zu vielen von Sinais erheiternden Interpretationen fuehrt, wobei das heute in der Hermeneutik ein wenig konterkariert wird. Dabei hat schon der Kirchenvater Origenes darauf gepocht, dass die Texte der Tora symbolisch zu interpretieren seien, nicht historisch. Die Kirche klebt aber halt an historischen Deutungen und, was das Thema spezifisch angeht, am Augustinismus.
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#6
Die "Rechtfertigungslehre" finde ich am interessantesten. Icon_cheesygrin
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#7
Hallo 'Ulan' - noch einmal zurück zu Deiner in Beitrag # 1 zitierten Behauptung:

(26-10-2019, 00:42)Sinai schrieb:
(18-10-2019, 14:14)Ulan schrieb: Ich denke, die RKK hat sich bei der Interpretation der Paradies-Geschichte grundsaetzlich verrannt.


Nun, da bin ich auf Deine Interpretation der Paradies-Geschichte gespannt


Die Einheitsübersetzung schreibt über den Baum:
"Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß.
Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz." Genesis 3,6f

Wie interpretierst Du diese Geschichte ?
Gerne folge ich Dir, wenn Du das als "symbolisch" wertest - ich könnte mir schon gut vorstellen, daß das eine verschlüsselte Message ist
Allerdings fehlt uns der Schlüssel und so kommen wir auch nicht weiter.

Ich habe einmal in einem Kommentar zum AT gelesen, daß auch die althebräische Sprache - wie jede andere Sprache auch - mehrdeutig ist. (Das deutsche Wort "Strom" kann einen großen Fluß bedeuten oder auch Elektrizität)
Das alte Bibelhebräisch habe überdurchschnittlich viele Mehrdeutigkeiten (ist ja auch kein Wunder bei so einer alten Sprache aus der orientalischen Welt)
Wenn man ein Wörterbuch des Althebräischen anschaut, sieht man bei etlichen Begriffen eine Fülle unterschiedlichster Bedeutungen

Wer weiß, was obige Geschichte wirklich aussagen wollte? Luther übersetzte sie in die Begriffswelt des bäuerlichen Milieus (seine Adressaten waren ja die deutschen Bauern und Handwerker und Ritter; allesamt gedanklich der bäuerlichen Umgebung verhaftet)
Aber schon Jahrhunderte vor Luther (als die Bibel noch gar nicht ins Deutsche übersetzt war) wurde den Menschen die Geschichte in den katholischen Kirchen so erzählt; da wich Luther und die Reformation gar nicht davon ab.

Ich finde die Geschichte "Schlange, Baum, Frucht" spannend und interessiere mich für ernstzunehmende Interpretationsversuche

Irgend einen Sinn (der längst verlorenging) muß die Geschichte ja gehabt haben - ich kann mir nicht vorstellen, daß die Thora eine Tiergeschichte (Fabel) von einer bösen Schlange und süßen Früchten enthält - dies wäre naiv

Jüdische Schriftgelehrte aller Schattierungen, katholische / orthodoxe / reformierte Theologen rätseln seit uralten Zeiten herum was die Geschichte wirklich aussagt. Daß da eine biologische Schlange (zB eine Äskulapnatter) mit der Frau redete, um sie dazu zu verleiten eine Frucht vom Baum zu pflücken und zu essen, scheint mir zu flach. Das konnte Luther seinen Bauern erzählen Icon_cheesygrin

Die Katholische Kirche schreibt etwas nebulos vom "Baum der Erkenntnis" - ohne näher auf diesen rätselhaften Baum einzugehen
Ich finde diesen uralten katholischen Begriff "Baum der Erkenntnis" den dann auch Luther dankbar übernahm, nicht unsinnig, da steckt tiefe Symbolik drin, aber wir können es nicht mehr deuten. Der Begriff stammt aus vorchristlicher Zeit: עץ הדעת טוב ורע wie wir im Wikipedia sehen:

Baum der Erkenntnis - Wikipedia

Zu sagen, daß sich die Katholoische Kirche bei der Interpretation der Paradies-Geschichte verrannt hätte, ist nur zulässig wenn man eine bessere Interpretation vorschlagen kann

Und daß die Menschen nach dem essen der Frucht bemerkten, daß sie nackt waren - ist auch erklärungsbedürftig
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#8
(26-10-2019, 14:10)Sinai schrieb: Zu sagen, daß sich die Katholoische Kirche bei der Interpretation der Paradies-Geschichte verrannt hätte, ist nur zulässig wenn man eine bessere Interpretation vorschlagen kann
"Besser" ist ebenso wie Gut, Schön.. usw.. eine An-Gelgenheit des persönlichen Empfindens und des persönlichen Geschmackes.. und in Glaubensfragen entscheidet auch deswegen letztendlich immer nur das Faustrecht..wenn kein Kompromiss ausgehandelt werden kann.

Die Katholische Kirche ... und Paradiesgeschichte:

Auch in der Katholischen Kirche gibt es säkulare Gruppierungen, welche die Paradiesgeschichte für nichts anderes halten, als eine naive mythologische Ahnengeschichte aus der Bronzezeit, in  welcher die Menschen halt noch jede Naturerscheinung, jeden Schicksalsschlag und jede Errettung aus der Not einem Gottwesen zuschrieben, welches sowohl Macht über alle Naturgewalten, wie auch über das eigene Schicksal hatte.

Andersherum gibt es auch in der evangelischen Kirche extrem kreationistsche Gruppierungen und noch krankere fundamentalistische Splitterguppen, auf welche selbst die ärgsten katholischen Fanatiker noch neidisch sein könnten.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#9
@Sinai: Ich habe meine Antwort auf Deine Frage direkt verlinkt. Dort kannst Du auch Deine Antwort darauf lesen, und meine Folgeantwort.

Versuche doch wenigstens, die Antworten, die Du bekommst, zu lesen.
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#10
(26-10-2019, 14:59)Ulan schrieb: @Sinai: Ich habe meine Antwort auf Deine Frage direkt verlinkt. Dort kannst Du auch Deine Antwort darauf lesen, und meine Folgeantwort.

Aha, wir diskutieren mittels Links
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#11
(26-10-2019, 12:00)Geobacter schrieb: Die "Rechtfertigungslehre" finde ich am interessantesten. Icon_cheesygrin

Ja, das hat uns eine Menge Leid eingebrockt.

Ich finde die katholische Interpretation der Paradies-Geschichte menschenverachtend. Wie hat es Sloterdijk so schoen gesagt: „Augustinus hat die Schleusen geöffnet, durch die seither primärmasochistische Energien ins europäische Denken einströmen..."
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#12
(26-10-2019, 15:02)Sinai schrieb:
(26-10-2019, 14:59)Ulan schrieb: @Sinai: Ich habe meine Antwort auf Deine Frage direkt verlinkt. Dort kannst Du auch Deine Antwort darauf lesen, und meine Folgeantwort.

Aha, wir diskutieren mittels Links

Bei Diskussionen, die wir beide bereits dreimal gefuehrt haben, erlaube ich mir das, da es um eine Frage von Dir an mich geht, die ich Dir bereits beantwortet habe.
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#13
(26-10-2019, 15:07)Ulan schrieb: Ich finde die katholische Interpretation der Paradies-Geschichte menschenverachtend.

Gott verachtete die Menschen und verjagte sie aus dem Paradies. Dies ist aber nicht die Erfindung der Katholischen Kirche sondern steht so im 1. Buch Mose
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#14
(26-10-2019, 15:07)Ulan schrieb:
(26-10-2019, 12:00)Geobacter schrieb: Die "Rechtfertigungslehre" finde ich am interessantesten. Icon_cheesygrin

Ja, das hat uns eine Menge Leid eingebrockt.

Ich finde die katholische Interpretation der Paradies-Geschichte menschenverachtend. Wie hat es Sloterdijk so schoen gesagt: „Augustinus hat die Schleusen geöffnet, durch die seither primärmasochistische Energien ins europäische Denken einströmen..."

Ich weis nicht, ob man allein die Katholische Kirche dafür verantwortlich machen kann. Hab mir mal die Glaubensinhalte und Lehren und  der Christlich-Orthodoxen Kirche angeschaut.. und kann mich wohl nur glücklich schätzen, dass ich einiges weniger an Unsinn zu verarbeiten hatte, als ich mich aus  meiner katholischen Erziehung heraus auf den Weg in Gottlosigkeit machte. Ich bin geradezu froh, das manche Ansichten der katholischen Kirche allen ethischen und humanistischen Grundsätzen widersprechen, die heute ebenso selbstverständlich sind, wie die bewusste Ernährung.. auch wenn es diesbezüglich vielen noch an Einsichtigkeit mangelt.

Aus nichts kann man mehr lernen, wie aus Fehlern und Irrtümer.. die andere für uns begehen. Selbst wenn es manche gar nicht gebraucht hätte.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#15
(26-10-2019, 15:21)Sinai schrieb:
(26-10-2019, 15:07)Ulan schrieb: Ich finde die katholische Interpretation der Paradies-Geschichte menschenverachtend.

Gott verachtete die Menschen und verjagte sie aus dem Paradies. Dies ist aber nicht die Erfindung der Katholischen Kirche sondern steht so im 1. Buch Mose

Wo steht das dort?

Was dort steht, ist, dass Gott Angst hatte, dass der Mensch so werden wuerde wie Gott.

"22 Dann sprach Gott, der HERR: Siehe, der Mensch ist wie einer von uns geworden, dass er Gut und Böse erkennt. Aber jetzt soll er nicht seine Hand ausstrecken, um auch noch vom Baum des Lebens zu nehmen, davon zu essen und ewig zu leben."

Das Problem, das Gott hatte, war, dass der Mensch nun so war wie er selbst, dass dem Menschen die Augen aufgegangen waren, wie es ein paar Verse vorher heisst. Das ewige Leben aber goennte Gott dem Menschen nicht, weil er dann vollends so geworden waere, wie Gott selbst.

Die Geschichte ist eine von Missgunst.
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