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Adam und Eva Bestrafung?
#1
Hallo :)

Hab ne Frage zu Adam und Eva. Das Original konnte ich leider nicht lesen daher hab ich bei Wikipedia gelesen.

Dort hieß es das Adam und Eva nach ihrer Verbannung aus dem Garten im Ödland leben mussten. Gott bestrafte sie neben der Verbannung mit Pech.

Adam sät nur Unkraut und Dornen die er essen muss und Eva muss unter Schmerzen kinder gebären. Auch sagte Gott das Adam wieder zu Staub zerfallen wird.

In einem Kinderfilm hieß es das der Herr sie verbannte aber weiterhin über sie wache und beschütze. Welche Version ist denn richtig?
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#2
(01-05-2020, 16:47)Snowcastor schrieb: Hallo :)

Hab ne Frage zu Adam und Eva.

In einem Kinderfilm hieß es das der Herr sie verbannte aber weiterhin über sie wache und beschütze. Welche Version ist denn richtig?


Was richtig ist? Keines. Alles Legende, frommes Märchen für "Kinderfilme" - genau.

MfG
Gott ist der einzige Herr der Welt, der weniger zu sagen hat als seine Diener (Deschner)
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#3
(01-05-2020, 16:47)Snowcastor schrieb: Hallo :)

Hab ne Frage zu Adam und Eva. Das Original konnte ich leider nicht lesen daher hab ich bei Wikipedia gelesen.

Dort hieß es das Adam und Eva nach ihrer Verbannung aus dem Garten im Ödland leben mussten. Gott bestrafte sie neben der Verbannung mit Pech.

Adam sät nur Unkraut und Dornen die er essen muss und Eva muss unter Schmerzen kinder gebären. Auch sagte Gott das Adam wieder zu Staub zerfallen wird.

In einem Kinderfilm hieß es das der Herr sie verbannte aber weiterhin über sie wache und beschütze. Welche Version ist denn richtig?
Auf welchen "wikipedia-Artikel" beziehst du dich denn da konkret?

So, wie du es hier wiedergibst, entsprechen "beide Versionen" nicht dem schriftlichen Zeugnis.
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#4
(01-05-2020, 16:47)Snowcastor schrieb: Hab ne Frage zu Adam und Eva.
[...]

Biblisch wird das in wenigen dürren Versen beschrieben (Gen 3,16-19). Mühsal während der Schwangerschaft, Mühsal beim Broterwerb. Ein Acker, auf dem Dornen und Disteln wachsen. Das haben sie zu ertragen, bis sie wieder zu Erde werden.

Was mit Adam und Eva sonst noch geschah, ist in einem orientalischen Märchen nachzulesen: Das Leben Adams und Evas.

Dazu auch noch die Adam-und-Eva-Legenden im Buch der Jubiläen, im äthiopischen Adam-Buch und im syrischen Schatzhöhlenbuch.

Die Texte sind kostenfrei zugänglich:
*https://archive.org/details/dasbuchderjubile00dill/page/n13/mode/2up
*https://archive.org/details/daschristlichea00dillgoog/page/n6/mode/2up
*https://archive.org/details/dieschatzhhlea00bezouoft/page/n6/mode/2up/search/Schatzh%C3%B6hle?q=Schatzh%C3%B6hle
MfG B.
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#5
Die alt-israelitischen Erzähler packen einen Zustand in eine Werdensgeschichte. Ist bei fast allen Werdensgeschichten der Bibel so und keinerlei Historie.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#6
(02-05-2020, 18:20)Ekkard schrieb: Die alt-israelitischen Erzähler packen einen Zustand in eine Werdensgeschichte. Ist bei fast allen Werdensgeschichten der Bibel so und keinerlei Historie.

Klingt interessant. Könntest Du das näher ausführen - und Beispiele bringen ?
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#7
(03-05-2020, 16:49)Sinai schrieb: Klingt interessantKönntest Du das näher ausführen - und Beispiele bringen ?
Nutze unsere Suche-Funktion mit dem Stichwort "Werdensgeschichte" und gib als User Ekkard an (rechts). Lasse ferner nur in Religionsübergreifendes und Christentum (Anklicken bei gedrückter Strg-Taste) suchen. Vielleicht wählst du unter Ansichtsoptionen rechts unten noch "Beiträge". Dann erhältst du einen Haufen von Hinweisen quer durchs ganze Forum. Die Ursrungsidee stammt von Eugen Drewermann.
Auch das kann man suchen lassen, indem man in das Stichwortfeld Werdensgeschichte AND Drewermann eingibt und sonst die gleichen Optionen verwendet.

Hier, was ich auf die Schnelle finden konnte:
Hinweis_1 u. a. auf Drewermann
Hinweis_2 (nur Schöpfungsgeschichte)
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#8
(03-05-2020, 21:09)Ekkard schrieb: Nutze unsere Suche-Funktion mit dem Stichwort "Werdensgeschichte" und gib als User Ekkard an (rechts).

In das Feld "Suchen" das Stichwort "Werdensgeschichte" einzugeben, ist keine Hexerei
Aber wo gebe ich als User Ekkard an (rechts) ?? Wo rechts ??
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#9
(03-05-2020, 21:09)Ekkard schrieb: Die Ursrungsidee stammt von Eugen Drewermann.

Der Name Eugen Drewermann sagt mir nichts. Ist das ein Manko wenn ich das nicht weiß ?
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#10
(03-05-2020, 21:09)Ekkard schrieb: Hier, was ich auf die Schnelle finden konnte:

Hinweis_1 u. a. auf Drewermann


Wenn ich das anklicke, kommt:
Beitrag # 3
(01-06-2004, 21:52)Ekkard schrieb: Hallo Joschuah,
ich leg' mir das immer mit einer Erzähltradition zurecht, die man in der Hl Schrift öfter findet - und die 7-Zahl scheint dies zu bestätigen:
Die Hebräer kennen keinen Zustand, sondern nur ein Werden. Um einen Zustand zu beschreiben gebrauchen sie daher eine "Werdensgeschichte". Eugen Drewermann hat das am Bau des Tempels demonstriert. Der Tempel hat dort keine Länge (wäre hellenistische Denke), sondern der Baumeister schreitet eine gewisse Zahl von Schritten ab usw.

Wenn die Längenangabe "Schritt" verwendet wird, ist das ja auch ein Längenmaß

Ist es nicht egal, ob man Kilometer oder englische Meile, Meter oder Schritt, oder Elle verwendet ?

Die Bundeslade ist in Ellen angegeben

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein maß die Sächsische Artillerie die Entfernung in Schritt

Und heute ist auf amerikanischen Highways die Entfernung in Miles angegeben

Es gibt auch Autos, wo auf dem Tachometer beide Skalen angegeben werden
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#11
Es geht um den Unterschied in der Beschreibung. Wir mehr oder weniger hellenistisch angehauchten Menschen der Moderne beschreiben einen Tempel, indem wir seinen Abmessungen Zahlen (meinetwegen in Schritten) zuordnen - gewissermaßen einen Zustand beschreiben. Wir haben kein Problem damit vom Werdegang zu abstrahieren.

Nicht so der altisraelische Erzähler. Der beschreibt das (längst) fertige Bauwerk dadurch dass der Baumeister Schritte macht, die Steine aufeinander setzt, bis sie die geplante Höher haben und schließlich das Dach herstellt = Werdensgeschichte.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#12
Beitrag # 1
(01-05-2020, 16:47)Snowcastor schrieb: Hallo :)

Hab ne Frage zu Adam und Eva. Das Original konnte ich leider nicht lesen daher hab ich bei Wikipedia gelesen.

Dort hieß es das Adam und Eva nach ihrer Verbannung aus dem Garten im Ödland leben mussten. Gott bestrafte sie neben der Verbannung mit Pech.

Adam sät nur Unkraut und Dornen die er essen muss und Eva muss unter Schmerzen kinder gebären. Auch sagte Gott das Adam wieder zu Staub zerfallen wird.

In einem Kinderfilm hieß es das der Herr sie verbannte aber weiterhin über sie wache und beschütze. Welche Version ist denn richtig?


Interessante Frage - nicht ganz einfach zu beantworten, weil Du nur sehr vage einen Kinderfilm erwähnst

zu 1)
Hier empfehle ich Dir, in eine der vielen kostenlosen Bibelübersetzungen im Internet zu schauen
1 Mose 3:16 ff
Zur Frau sprach er: . . . unter Schmerzen gebierst du Kinder . . .
Zu Adam sprach er: . . . so ist verflucht der Ackerboden . . . Dornen und Disteln*) lässt er dir wachsen . . . Staub bist du, zum Staub musst du zurück . . .

Ja, es stimmt was Du schreibst, dass Gott sagte dass Adam wieder zu Staub zerfallen wird - und das ist auch tatsächlich der Fall.


zu 2) Keine Ahnung welchen Kinderfilm Du meintest - aber Gott sorgte weiter für Adam und Eva und deren Kinder

Gott machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fellen (1 Mose 3:21)
Das war schon ein Service! Sie mußten ihre Bekleidung nicht selbst herstellen, sie wurde von Gott gemacht

Und Gott war traurig, als Kain seinen Bruder Abel erschlug
und schickte Kain rastlos und ruhelos auf Wanderschaft (1 Mose 4:12)

Und Gott begleitete seine Leute in Form einer Feuersäule durch die Wüste (2 Mose 13:22)

____

Disteln*) sind nicht unbedingt schlecht. In hochpreisigen Reformhäusern wird oft das im hochpreisigen Segment angesiedelte Distelöl angeboten
Durch Kaltpressung gewonnen - wie vor Jahrtausenden
Ein ernährungsphysiologisch hochwertiges Öl
Wenn ein Bauer bemerkt, dass das halbe Feld voller Disteln ist, ist er ein gemachter Mann
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#13
Ich halte mich lieber an die "Werdensgeschichte" (s. o.) der alt-israelitischen Erzähltradition für das, was wir als einen (gesellschaftlichen) "Zustand" beschreiben.

Gott ist der das "Werden-Veranlassende" also der Beginn von allem. Dagegen sind die Menschen machtlos, weil unvollkommen (sündig). Und was finden wir seit Jahrtausenden in unserer Gesellschaft in der Reihenfolge von 'Snowcastor's Eingangspost:
- Bebauung von Ödland,
- Pech (Unglücke, Kriege),
- Wohnen in der Fremde (Vertreibung),
- mühsam erwirtschaftete, karge Ernten,
- Geburt unter Schmerzen,
- Tod.

Gleichwohl findet der gläubige Israelit, dass Gott ihn weiter beschützt. Sonst wäre ja alle Religion überflüssig.
Was soll daran "richtig" oder "falsch" sein? Zustände, auch jene Schaltzustände in unseren Köpfen, Glaube genannt, sind so!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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