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Glauben, Wissen, Habermas
#31
@Geobacter,  du zeigst in deinen Beiträgen, dass du die Aussagekraft neurowissenschaftlicher Forschung völlig überschätzt.
Während Fundamentalisten wissenschaftliche Erkenntnisse leugen, verfällst du eben ins andere Extrem.

Der Menschheitsfortschritt verläuft nicht linear von religiös geprägten hin zu rein wissenschaftlichen Gesellschaften.
Der Menschheitsfortschritt verläuft dialektisch vom Theismus (These) über den Atheismus (Antithese) hin zum
Agnostizismus (Synthese). 

Habermas hat seinen Agnostizismus mit den Worten beschrieben, er sei religiös unmusikalisch.
Ich finde diese Formulierung sehr gelungen, weil in ihr Respekt vor religiösen Vorstellungen und Gefühlen
mitschwingt ohne sie jedoch zu überhöhen.
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#32
Jawol.. Thomas der Ungläubige...Hab jetzt einfach mal das Maß einzusehen (Habdasmaß), dass du selber derjenige wahrst, der hier damit anfing, ein Bild von "wissenschaftsgläubigen Untermenschen" auf die Atheisten zu projizieren,  denen im Vergleich zu deinem eigenen Licht, sowohl alle Kompetenzen zu weltanschaulichen Synthesen, wie auch zum Empfinden von Liebe im Kreis ihrer Liebesten/Familie fehle.

In soweit, ich noch immer nicht weis, ob du jetzt als religiös Gläubiger, oder als halblustig selbstverliebter "Agnostiker" auf so einen Unsinn kommst, um damit dein eigenes Licht besser vom eigenen düsteren Hintergrund ab zu heben.... kann ich nur den Kopf schütteln... Jedenfalls scheinst auch du selber nur einer von den Fanatikern zu sein, die sich selber nicht als ganzer Mensch fühlen könnten, wenn sie nicht andere Mitmenschen, welche sich in ihrer Weltanschauung von der deinen unterscheiden, als Sau durchs Dorf jagen können.
P.S. Dass sich die Atheisten nach tausenden Jahren Verfolgung, Diskriminierung und Ächtung auf Basis herablassenster und gemeinster Projektionen, für solchen Unsinn der narzisstischen Selbstaufwertung und Selbstbeweihräucherung ihrer gottesfürchtigeren Mitmenschen nicht mehr als Referenz benutzen lassen wollen.. und dann auch mal richtig ärgerlich werden,.. das sollte keinen der auch nur halbwegs gesund bei Kopfe ist.. wirklich wundern.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#33
(23-12-2020, 19:57)Thomas der Ungläubige schrieb: Habermas hat seinen Agnostizismus mit den Worten beschrieben, er sei religiös unmusikalisch.
Ich finde diese Formulierung sehr gelungen, weil in ihr Respekt vor religiösen Vorstellungen und Gefühlen
mitschwingt ohne sie jedoch zu überhöhen.

Ziemlich schlechte Formulierung, weil er sich damit die Schuld selber zuschiebt. Da hätte er genauso schreiben können, daß er religiös farbenblind ist. Wer Bücher schreibt und dann aufgrund Kritik gleich wieder zurückrudert und die Inhalte relativiert, macht sich insgesamt nicht glaubwürdig. Bücher über gesellschaftliche Entwicklungen sollten zuerst mal die Realität abbilden, egal ob die den Kritikern gefällt oder nicht, so daß eine Fortsetzung allenfalls Neuentwicklungen berücksichtigen würde, aber nichts rückwärts relativieren. Spekulationen über zukünftige Entwicklungen sind ein eigenes Thema, aber auch die müssen nicht jedem Leser gefallen.
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#34
Hier noch ein schönes Habermaszitat:

"Deshalb kann im Gemeindeleben der Religionsgemeinschaften, sofern sie nur Dogmatismus und Gewissenszwang vermeiden, etwas intakt bleiben, was andernorts verlorengegangen ist und mit professionellem Wissen von Experten allein auch nicht wiederhergestellt werden kann - ich meine hinreichend differenzierte Ausdrucksmöglichkeiten und Sensibilitäten für verfehltes Leben, für gesellschaftliche Pathologien, für das Misslingen individueller Lebensentwürfe und die Deformation entstellter Lebenszusammenhänge [...]"

Jürgen Habermas und Joseph Ratzinger, Dialektik der Säkularisierung. Über Vernunft und Religion, Freiburg im Breisgau 2005,  S. 26
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